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Die manisch melancholische europhile Intelligenzia mausert sich
zur einer Münchhausiaden-Mahnschaft gemäß der manierierten
Maxime, das Morgenland zivilisatorisch als mentale Erdgegend der
Malaise zu manifestieren. Um den abendländischen Absolutismus
über den Globus weißwaschen zu können, befindet
sie sich auf der Achse, in den Breiten hinter dem Balkan entmenschte
Exempel aufzulesen, immer ein Haar in der Suppe zu finden. Im breiten
Publikum wird die Werte-Varia vor allem in islamisch dominierten
Lebenswelten bis aufs Zero minimiert und die positiven Positionen
zeremoniell zensiert, eine reklamatorische Rivalität jenseits
jeglicher Realitäten projektiert. Statthafte Standpunkte tauchen
regelmäßig in den medialen Marginalien unter. Das Ethos
des abendländisch arischen Establishments grünt nicht
auf der Grundfeste des kommunikativen Kompromisses, sondern der
kompletten kriegerischen Konfrontation, um sein Augenmerk augenscheinlich
auf archaisch artikulierte Bastion der Überlegenheit im Kontext
der aufklärerisch-allgewaltig animierten Zivilisation zu richten
sowie sein allgegenwärtiges Fundament beflissen zu betonieren.
Das Gegenbild des okzidentalen Gesellschaftsgebäudes,
das zur Autonomie und dem unbefangenen Bestreben des Individuums
den Grundstein legt, manifestiert sich in der demokratiefernen,
dogmatisch doktrinären, kollektiven Ideologie des Orients -
auch als asiatische Despotie etikettiert. In der Tat: Der westlich-chritlich
geläuterte Bürger ist im Regelfall nicht der nackter Repression
unterworfen, sondern den Sachzwängen der Gesetze - als loyaler
Untertan. Die Freiheit des Einzelnen wird auf die Kerndimension
der Paragraphen reduziert und diszipliniert.
Angesichts des Massenabstieges
in die soziale Marginalität, beziehungsweise in die prävalente
Pauperität, bestimmt die prononciert propagierte individuelle
Freiheit nicht mehr den gesellschaftlichen Horizont, "sondern
das Einfügen in den verbindlichen Kanon gesetzesförmiger
Repression", wie Karl-Heinz Lewed in "Streifzüge"
44/2009 bemerkt:
"Für den westlichen Aufklärungsstandpunkt bildet
nun gerade die Auffälligkeit repressiver staatlicher Gewalt
den Einsatzpunkt für dessen Kritik am Islamismus. In diesem
scheint das gänzlich ausgelöscht, was für das westlich-aufgeklärte
Denken als Inbegriff zivilisierter und fortschrittlicher Verhältnisse
gilt, nämlich die individuelle Freiheit. Die repressive und
totalitäre Verwirklichung einer Ideologie sei das Gegenbild
westlich-moderner Gesellschaftlichkeit, die auf der Selbstbestimmung
und dem freien Willen des Einzelnen gründe.
Für den spezifischen Mechanismus von abstrakter Herrschaft
heißt dies, dass die individuelle Form subtiler dimensioniert
ist und jene deshalb viel weniger angreifbar macht als die dem Einzelnen
offen gegenüberstehende staatliche Gewalt. Das moderne Individuum
ist im Regelfall nicht mehr der offenen Repression unterworfen,
sondern den Gesetzen verselbständigter Gesellschaftlichkeit
und deren Sachzwängen, für die keiner mehr persönlich
verantwortlich gemacht werden kann. Mit diesem historischen Vorsprung
im Rücken konnte indes der Standpunkt individueller Selbstunterwerfung,
alias bürgerliche Autonomie, die äußerliche Herrschaft
der Modernisierungsdiktaturen stets als Kontrapunkt darstellen.
Das Panier der Freiheit ist das Gesetz
Doch gerade was die Kategorie der Freiheit und Selbstbestimmung
als herausgehobenes Moment der Aufklärung angeht, bahnt sich
schon seit geraumer Zeit ein Umschwung in den westlichen Gesellschaften
an. Auf verschiedenen Ebenen wird eine Tendenz sichtbar, die Einzelnen
strikt an die reglementierende und kontrollierende Funktion des
Gesetzes rückzubinden und die Freiheit auf ihre Kerndimension,
die Bindung an das Recht, zu reduzieren. Im Zuge dieser Entwicklung
sieht sich die bürgerliche Subjektivität zunehmender individueller
Disziplinierung und einer Stärkung öffentlicher Ordnung
unterworfen. So wird die Überwachung zum Alltäglichen,
die Kontrolle via Sozialsystem und Arbeitszwang zur Normalität,
das Bildungssystem zur Selektionsanstalt und der politische Ausnahmezustand
zum Graubereich staatlicher Praxis. Ergänzt und komplettiert
wird diese äußere Disziplinierung von einer nach innen
gewendeten Dimension: Man muss sich selbst härter an die Kandare
nehmen, diszipliniert an Qualifikation und Profil arbeiten, sich
insgesamt also möglichst stromlinienförmig dem Diktat
von Angebot und Nachfrage und den repressiven Vorgaben des Marktes
unterwerfen.
Vor allem die Versprechungen, die das gesellschaftliche Klima der
letzten Jahrzehnte entscheidend geprägt hatten, die postmoderne
Lebensweltperspektive mit überall verfügbaren Möglichkeiten
und Chancen, haben neuer Sachlichkeit und neuen Zwängen Platz
gemacht. Die Perspektive individueller Selbstverwirklichung entpuppt
sich angesichts von Prekarisierung, Selbstunternehmertum und sozialem
Ausschluss immer mehr als Strafanstalt des abstrakten Ichs."
Krisenverluste kreischen. Alle haben
zu befürchten, daß ihnen all dies demnächst blüht
Die aprikosen-rosa Massai im Schlachtschatten der
Berolina grinst wie eine Göttin auf dem Olymp, während
sie prekäre Plattitüden produziert, wenn die Pleitiers
prallsüchtige Partei-Parolen plakatieren. Wenige andere hoffen
dabei, daß ihnen all dies demnächst nicht blüht
und das Abgleiten ins Chaos vereitelt werden kann. Doch fragile
Freundlichkeiten der freien Marktwirtschaft kreischen mit Blick
auf Kröten-Krise händelsüchtiges Vorgehen gegen die
Unterlegenen.
Die erholte Konjunkturkursklima kreischende Kanzlerin
tritt dabei als Kampfhahn der Krisenkritikkarikaturen im Präsentationspalast
auf. Was schaltet und waltet, ist eine partizipative Parteienfront
unter dem Kuppel des Reichstages. Sie folgt der virtuellen Weisheit,
daß der Warencharakter aller Dinge auch den Menschen zur Ware
erklärt. Also keine Angst vor einer Rebellion der Zweibeiner!
Besonders krisenanfällig erschient dennoch das
Prekariat, das sich mit den kriegerischen Kulissen konfrontiert
fühlt - hinter dem Parkett der pappsatten Palastparasiten,
die unentwegt auf die Pauke hauen.
Die Dialog-Divisionen des Hegemons basieren auf dem
Primat der doktrinären Demokratie, die bisher weder Egalität
noch Libertät brachte und eine Asymmetrie diktiert, welche
ökonomische Freiheit des Privateigentümers perfektioniert
und Knechtschaft der Besitzlosen dokumentiert. Es ist das Lehrgebäude
der Mehrwert-Gebieter, in die Annalen des Menschengeschlechts eingeschrieben
mit Zügen von Blut und Feuer.
Es kriselt. Kaum klare Perspektiven in Sicht. Absolut
Circulus vitiosus. Auch im linksbündigen Labor der Morgensuche
dominiert das Dogma, Fetisch Demokratie als dragonisches Diktum,
das nicht im Archiv-Keller der humanen Geschichte landen will.
Es erodiert, das Erdenrund erfährt das betäubendste
Affenspektakel seit seiner Genesis, nähert sich dem Zenit der
Zipfelzeit. Mit dem krebsartigen Crash in den Mäuse-Häusern
des christlich-kapitalistischen Zivilisationszirkels beschäftigt
sich ganz und gar die Kritiker-Garde der Journaillen-Junta, auch
die des linkslastigen Blätterwalds und der Rituale der Internetritter.
Sie brachten halbwegs ans Licht, daß der Urquell des Krisenkrampfs
im Fetisch-Format des Privateigentums liegt. Um dieses Ungemach
in Marginalien zu markieren, plakatieren sie ein Postulat über
die Vergabe der Krisenkredite an die Grossisten, die Leidträger
des ökonomischen Spasmus. Daher werden die Verluste gerecht
verteilt, das heißt, nach unten kanalisiert.
Die imperialen Zentren imitieren in der Hauptsache
einen kriegskreischenden Keynesianismus, einen radikalen Raubzug
unter den Phrasen-Prämissen der "humanitären Intervention",
um die Risiken der Krise auf die schwachen Schulten der peripheren
plus trikontinentalen Nationen zu überladen. Auch die linken
Positionen liebäugeln mit den imaginären Initiativen im
Interesse der Geldgiganten und Industrie-Magnaten. Die debattierten
Thesen im Gedankengebäude der hoch begüterten Bürger
tragen zu einem mondialen Memorandum der geringsten Korrekturen
bei. Die runzeligen Ratschläge, die in das Krisen-Risiko hineinreiten,
die vor dem Kollaps stehenden Kartelle zu verstaatlichen, wird die
kollektiven Lasten der Loser nicht limitieren, sondern die Lobhudelei
der neoliberalen Lobby legitimieren.
Alle artikulieren sich als Advokaten der breitgetretenen
Umwelt. Und alle wollen jener Autoindustrie auf die Reifen helfen,
obwohl seit Jahrzehnten die Spatzen es von allen Dächern pfeifen,
daß sie eine der naturschädigendsten Säulen der
Ökonomie ist und kein Malheur.
Auch der Mulatten-Imperator unter Stars and Stripes
am Potomac wird die Nero-manischen Pfade seines Vorgängers
gehen. Auch er fuchtelt beharrlich und unentwegt mit dem Rosenkranz
des abendländisch zivilisatorischen Übergewichts. Auch
er handelt gemäß der Lehre des Malthusianismus: Während
die Population exponentiell wächst, kann das Lebensmittellager
nur linear ansteigen. Die entstehende Lücke zwischen Produktion
und Bedarf führt unweigerlich zu Hunger, dem Massensterben.
Dennoch genießt er den scharfen Ruf des Demokraten.
Hinzu Peter Klein in Streifzüge Nummer 46, Juli 2009: "Die
Frage, die gestellt wird, lautet allenfalls, ob jemand als Demokrat
ernst zu nehmen ist. Ob das Bekenntnis zur Demokratie, das in der
Politik weltweit zum guten Ton gehört, glaubwürdig ausfällt
oder nicht."
Die Tymokratie spielt sich als Wahrer der Emanzipierten-Assoziation
auf - für das bourgeoise Stratum. Submanager der Wirtschaft
und Wissenschaft betätigen sich nach dem Prinzip des Vergleichbaren
unter dem Motto alles muß gleich sein. Es ist den Verfechtern
der Innovation in Animation obligat, ob es sich dabei um formatierte
Sorten oder konformierte Arten dreht. Sie setzen ihre Fahrt auf
den Fährten des Reaganomics und Thatcherism fort - gemäß
dem Schemata Zentrum-Semiperipherie-Peripherie
Dabei traben linkslastige Bravour-Barden und Ökopaxen-Praktikusse
nach wie vor auf sich nicht berührenden Einbahnstraßen
im ideologischen Nebel vor sich hin, und die Weltenlenker besetzen
das Thema „Zukunftsfähiges Wachstum". Gemeinsam
ist in allen Lagern der westlichen Werte-Parteien der Glaube, daß
der Kommunismus hier nicht Kreide gefressen hat, sondern endgültig
ad acta gelegt wurde.
Die superimperiale Intervention am Horn von Afrika
Die ins Uferlose gehende Vorfälle im Golf von
Aden füllen die Spalten der Presseorgane, entwickeln sich zu
spartanischen Tropen der jagdgerechten Tragödien. Die Staatsgewalten
der Zivilisierten-Zentren befleißigen sich nach eigenem Dafürhalten,
diese dichte Strecke der Weltwasserstraßen zu Absatzmärkten
und Ressourcen-Reserven von athletischen Attacken der primitiven
Piraten zu säubern. Das Seemannsgarn, das die Laienbarden der
Journaillen-Junta erdichten, wird dem breiten Publikum der Hiesigen
als reinen Wein eingeschenkt.
Auch wenn das laienlinke Liliputanertum den Konfliktkurs
am Horn von Afrika als eine Episode der Gegenwartsgeschichte registriert,
dort lassen die neokolonialistische Koalitionskräfte die Muskel
spielen. Während die Republik Somalia sich ins Welt-Siechenhaus
verbannt sieht, überführen die Flotten des demokratisch
diktatorialen Imperialismus hier das marode Modell der "humanitären
Intervention" vom theoretischen Exkurs in den zweckmäßigen
Vollzug.
Von den faktischen Ursachen des primitiven Szenarios
der Piraten-Praxis nehmen die Gesellen der massmedialen Meute, die
daraus eine lange Brühe machen, keine Notiz. Weithin bleibt
das Warum des Korsaren-Konflikts verborgen hinter dem Hochziel:
Der von den imperialen Zentren forcierte Verfall in Staaten, die
sich der kolonialen Hegemonie entziehen. Zu den fragwürdigen
Folgen dieses Fortgangs gehörte der Niedergang der somalischen
Küstenwache. Ortsansässige Fischer hatten zuzusehen, wie
auswärtige Fangflotten in ihre Gewässer eindrangen, sie
leerfischten und damit die Lebensgrundlage der dortigen Einwohner
verwüsteten. Noch mehr: Vor kurzem wurde während der aktuellen
supranationalen Heerschau vor dem Horn von Afrika von der indischen
Marine ein Fischerboot als Piratenschiff versenkt. Vierzehn Unbeteiligte
der Freibeuterei kamen dabei ums Leben.
Dessen ungeachtet kündigte die Bravour-Bardin
der Berliner Reichsrepublik gegen Ende April 2009 den Beschuß
und das Versenken der Piratenboote an - ein Vorhaben, das auf eine
"härtere Gangart im Kampf gegen die Piraterie" hinauslaufe,
so der innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Reichstag.
Während die Regentschaft an der Spree die Marineeinsätze
an den strategisch bedeutsamen Seehandelsrouten am Horn von Afrika
intensiviert, erklären selbst Handelsvertreter, daß die
Tragweite des dortigen Szenarios nicht dem Tatbestand entspricht,
in der hiesigen Öffentlichkeit übertrieben werde.
Die Förderfront kulturalisierter Konflikte
Die germanophile Gemeinschaft generalisiert die Genesis
der Konfusionen enthnokultureller Konflikte. Als Konsorten der amtlichen
Ambitionen, den neokolonialen Konkurrenzen aufzudrehen, posiert
neuerdings wieder die "Föderalistische Union Europäischer
Volksgruppen" (FUEV), postuliert im März 2009 erneut ein
Bravourstück in Sachen der "Volksgruppen"-Formalität
mit dem "Europäischen Dialogforum", einem Gremium
beim Europaparlament. Die Organisation, die - amtlich ausgiebig
gepäppelt - von früheren NS-Rassisten aufgebaut wurde
und einen völkisch ausgerichteten Minoritätenkurs vertritt,
dient sich zudem dem Groß-D-Land als "Mittlerin"
in Konflikten zwischen ethnischen Minderheiten und europäischen
Staaten an. Das Internet-Portal "www.german-foreign-policy.com/de"
vom 27. März 2009 macht publik:
"In der vergangenen Woche hat das 'Europäische
Dialogforum' in Brüssel seine Arbeit aufgenommen. Bei dem Forum
handelt es sich um einen Zusammenschluss von Mitgliedern der sogenannten
Intergruppe für nationale Minderheiten im Europäischen
Parlament und der Föderalistischen Union Europäischer
Volksgruppen (FUEV) samt ihrer Jugendorganisation JEV (Jugend Europäischer
Volksgruppen). Die 'Intergruppe' ist ein parteiübergreifender
Zusammenschluss, der Ende 2004 von rund 40 Parlamentariern gegründet
wurde und ethnischen Minderheiten innerhalb der EU neue Sonderrechte
verschaffen will. Bei seiner Gründung nahmen Abgeordnete aus
den katalanischen und baskischen Regionen Spaniens starken Einfluss;
beide Gebiete verzeichnen einen starken Separatismus. Das zweite
Gründungsmitglied des 'Dialogforums', die FUEV, wurde nach
dem Zweiten Weltkrieg von ehemaligen NS-Rassisten gegründet.
Sie vertritt die traditionelle deutsche Ethno-Politik, die mit der
Forderung nach Sonderrechten für ethnische Minderheiten separierende
Momente in bestehenden Staaten betont und damit seit je in Konflikt
zu französischen oder britischen Gleichheitsgedanken steht."
Die Funktionäre der "Föderalistischen
Union Europäischer Volksgruppen", die Anfang März
2009 von Bundeskanzlerin Merkel empfangen wurden, verlangten mehr
staatliche Mittel für ihre Dienste. Sie bestehen offenkundig
darin, allerorten kulturalistische Separationen auf Touren zu bringen
und der Berliner Republik Beistand zu leisten - bei ihren Ambitionen,
menschenrechtsmentale Interventionen auch innerhalb der Europäischen
Union zu intensivieren, 'fremde' Gesellschaften zu ethnisieren und
zu polarisieren und schließlich allochthone Minoritäten
zu diskriminieren. Die gewandten islamophoben Populisten wie Necla
Kelek, Seyran Ates, Henryk M. Broder, Ralph Giordano u.a. trällern
es täglich. "www.german-foreign-policy.com/de" weist
auf folgende Heuchelei hin:
"Dabei kommt denjenigen Minderheiten, die
- wie die türkischsprachige - in der Bundesrepublik politisches
Gewicht besitzen, nach Ansicht der FUEV kein adäquates 'Konfliktpotenzial'
zu. Bei Minoritäten, deren Angehörige erst in den vergangenen
Jahrzehnten eingewandert seien, handele es sich nicht um 'angestammte',
sondern um 'neue' Minderheiten - im FUEV-Slang: 'allochthon, nicht
autochthon' -; ihnen kämen daher keine völkischen Sonderrechte
nach dem Modell 'autochthoner' Minderheiten zu. Damit profiliert
sich die FUEV als Instrument außenpolitischer Intervention,
dessen Anwendung keine Forderung nach gleichem Umgang mit in Deutschland
ansässigen Minoritäten nach sich ziehen kann."
Auf dieser Leitlinie drückt die ethnisch homogene
Majorität des Berliner Volksstaates aufs Tempo. Im Schulterschluß
mit den medial-aufklärerisch aktiven Organen. Die Lückenbüßer
der Journaillen-Junta sammeln eifrig Impressionen in den sozialen
Randzonen, die ohne Skrupel auf das Ganze der eingewanderten Gemeinschaften
übertragen, ein aggressives "sie" und "wir"
rekonstruiert werden. Auch wenn es Studienergebnisse gibt, die solcherlei
Münchhausiaden reichlich ad absurdum führen.
Das Getue der Gutleute als Getreuen-Gemeinde migrantischer Miseren
Das Groß-D-Land wird an seinem Grundcharakter
als germanophile Schicksalsgemeinschaft noch lange festhalten. Eine
Meuterei der allochthonen Population gegen die marginalisierenden
Maßnahmen wie die selektive Assimilation, respektive Integration,
ist nicht in Sicht. Vielmehr kommen popelige Projekte und Programme
integrationaler Positionen zum Vorschein, getragen von marginalen
Mitstreitern der Zivilgesellschaft.
Die in der Mehrzahl mäßig honorierten Funktionäre
der humanitären Hilfswerke entpuppen sich im Verlauf ihres
Tuns als stellvertretende Bittgänger vor den zuständigen
Ämtern. Sie zitieren in ihren intimen Schreibstücken den
Stellenwert der Menschenrechte. Mit dem Begriff "Flüchtling"
weisen sie auf jene Tyrannen hin, welche - wie angegeben - die Flucht
verursachen. Daß sie dabei die aufgepäppelten Teilhaber
der imperialen Zentren als Tacherons deren Vorgaben entsprechend
handeln, wird vergessen, wenn nicht bewußt vertuscht.
Derweil bleibt den aufklärerischen Kulturkriegern
das disziplinierte Unterwerfen unter das verbindliche Band des verselbständigten
Gesetzes, dessen Charakteristikum darin besteht, über den Fetisch
des Privateigentums eisern die Hand zu halten. Wie die Protest-Prospekte
gegen das Fundament der Kölner Moschee vor Augen führten,
reflektiert die christlich korrespondierte Gegenwehr die eigenen
nicht eingestandenen Sehnsüchte. Bei diesem Konflikt dreht
es sich um den Bauplan eines gottseligen Gebetshauses, welches generell
das Ebenbild der geläuterten Gutleute germanischen Genres zeugt.
Neorassismus lebt in den Foren des Kulturalismus fort,
meldet sich in der demokratisch erdichteten Formation des „Rechtsextremismus"
in Schüben zur Tat. Während die Mandatare mit geschwellter
Brust versuchen, sich in Sachen Antirasssismus gegenseitig zu überbieten,
macht sich eine Armee von medialer Intelligenzia, Psychiatern, Soziologen,
Jugendarbeitern, Sozialpädagogen, Integrationsintimi, Lehrern
u.a. daran, in öffentlichen Kommentaren die Gewalttaten völkischer
Formationen als „Kinderstreiche" zu bagatellisieren.
Der obligatorische Nachsatz von „Wir müssen die Ängste
der Bevölkerung ernst nehmen" rundet das Gebet ab. Automatisch
folgt dann die Kundgabe auf dem Fuß: „Mehr politische
Bildung!", die wie Feuerwehr angesehen wird, die immer dann
gerufen und mit nötigen Mitteln ausgestattet wird, wenn man
die Brandherde zu Gesicht bekommt.
Was die getreuen Gesellen der majoritären Gesellschaft
in ihren Studio-Stuben erdichten, indem sie das eingewanderte Unten
als Problem thematisieren, kommt in der breiten Basis als Auftrag
zum Vorschein, die Problematisierten zu verjagen. Wandalen malen
den Teufel an die Wand. Und die Träger des Volksstaates reden
mit zweierlei Zunge, tragen trübes Wasser in die Tretmühle.
Massensterben am Limes der Feste Europa
Frenetisch flanieren die Fabulanten der Denkfabriken
zwischen Supermärkten, backen den Fetisch der geldenen Gerechtigkeit
frisch. Ein Gegenfeuer kommt ihnen nicht in den Sinn. Allenthalben
die Gefangenschaft im Schatten der "unsichtbaren Hand".
Profitträchtiges Politikum der philiströsen Populisten,
der prahlsüchtigen Prämien-Premiers. Demgegenüber
mondiale Monaden. Post festum die Nomaden des Malochens.
Man erfährt aus den Marginalien im www-Dschungel,
welche Folgen dann der Druck der Zivilisierten-Zentren für
die Migrantenmeute hat, wenn ihre Schaluppen aus einer nordafrikanischen
Bucht in See stechen. Wie eine Migrantenmenge auf einen hölzernen
Schleppkahn von zehn Metern gedrängt wird, der im aufgewühlten
Meer zehn Meilen vor einer EU-Insel kentern. Seine Insassen ertrinken
und landen im Gottesacker unter Wasser statt im Eldorado. Fischer
erzählen, wie sie an den Kiel eines untergegangenen Schlauchboots
geklammert Hilfe erhoffen. An den Tod von ca. 14.000 migrantischen
Menschen seit 1988 ist weder die stürmische See noch ein morscher
Seelenverkäufer Schuld, sondern der fremdländische Deckel
ihres Passes, der als Bannfluch für die superimperialistischen
Pressuregroups gilt. Dieses Gewoge schreibt die Geschichte den nordischen
Nationen ins Stammbuch, was sie in Rage bringt, nicht als Bastion
der Humanität gefeiert zu werden, sondern der Brutalität.
Daß die verbale Variante der humanitären
Handlanger die eigenen Staaten als Drahtzieher von jeglicher Schuld
des Massensterbens am Limes nicht nur freisprechen, sondern auch
als ritterliche Retter darstellen, ist weit mehr als biegbares Beiwerk.
Das Gegenteil ist aber der Fall. Zum Beispiel fungiert das Grundgesetz
der Bundesrepublik nicht als Korrekturband des Staatsapparates,
sondern als die Charta seiner Macht. Es ermächtigt generell
die partizipierten Gewalthaber durchzusetzen, was immer sie zur
Abwehr der demokratischen Domäne für notwendig auslegen,
dabei den humanitären Akt außen vor lassen.
Die Apparatschiks der Staatsgewalt sind nicht gehorsame
Gefolgsleute der Menschenrechte oder globalen Königswege, sondern
deren honorierte Hintermänner und Vollstrecker. Auch die einschlägigen
Regeln gehören zum Werke-Vermerk ihrer Macht, durch die sie
in die Lage versetzt werden, jedem unterlegenen "Anderen"
eigenhändig eine menschenrechtliche und humanitäre Lizenz
hinterher zu schicken.
Auf ihre globale Überlegenheit gestützt,
diktieren die doktrinären Demokraten den korrupten wie kaputten
Herkunftsländern der Migranten z.B. im Subsahararaum sowie
den byzantinischen Nachbarn im südlichen Jenseits des Limes
in Maghreb, nolens volens die Zügel eng anzuziehen.
Ohne Alternative sehen manche im Zusammenbruch des
Kapitalismus schlichtweg ein Horrorszenario. Doch die Menschheit
unter der christlich-kapitalistischen Zivilisation hat das verdient.
Natürlich muß geschichtsmächtige Kritik Perspektiven
zeigen, sich nicht vordergründig auf die Negation alles Realen
richten. Anders als die Utopie des Kommunismus wird es aber auch
morgen nicht gehen.
Zivilisation der apokalyptischen Wandalen
Der markerschütternde Krisenkomet, der grundtief
zur Systemserie des kapitalistischen Universums gehört, sitzt
fest als Debattenduktus der demokratischen Dramaturgie. Fast ausnahmslos
richten die Großkopferten der Wortgefechte defacto ihr Augenmerk
auf die Korrektur der deformierten Diskurse, der formalen Defekte,
auf die Kapriolen der kaputten Kredit-Kreaturen. Die Karambolage,
die im restlichen Globus die Form der Kannibalen-Kriminalität
annimmt, kommt kaum in der Interessensphäre der Zivilisierten-Zentren
zum Vorschein. Ihre Regenten-Riegen, die rigorosen Regimes riskiert
reklamatorische Rivalitäten, die zu Kriegskatastrophen führen
- auch im globalen Ausmaß.
Der aktuelle Stand der Zivilisation unter dem Zeremoniell
des abendländischen Zenits ist vergleichbar mit dem anthropoiden
Wesen, viel mehr aber mit dem Konstrukt der Kannibalen.
Der Limes-Krieg, den die Stabsstrukturen der Feste
Europa gegen die Meute der autonomen Massenmigration führt,
kommt als ein handhabbarer Beleg dafür zum Vorschein. Daher
ist angebracht, mit der avantgardistischen Kritik nicht auf die
Fehler der Regime-Regenten hinzuweisen, sondern sie an den Pranger
zu stellen.
Was sich da am Limes der Feste Europa abspielt, läßt
sich nicht als schicksalhafte Tragödie abstellen. Hier begeht
das moralische Management der Zivilisation ein Verbrechen, nimmt
den Massenmord in Kauf, indem es den Legionen der autonomen Migration
anhand allerlei Techniken der Gewalt den Weg abschneidet oder ihnen
keine andere Wahl läßt, als lebensgefährliche Routen
zu nehmen. Die technisch hochgerüsteten Patrouillen führen
herbei, daß die Seelenverkäufer kentern und ihre Insassen
ertrinken. Am Meeresgrund weitet sich somit der Gottesacker der
Wanderparias aus.
Wenn Teile der Migrantenmenge das Eldorado erreichen,
landen sie im Hungerturm, in Fremdenlagern hinter Stacheldraht und
Betonmauer, in der Illegalität als Fronarbeiter.
Vor ein paar Jahrhunderten jagte man im Dschungel
Menschen, machte man sie zu Galeerensklaven. Das tat die Zivilisation
à la Abendland. Jetzt jagt man diejenigen, die freiwillig
kommen, um ihre Arbeitskraft anzubieten - im Frondienst.
Was die humanitären Assoziationen tun: sie zählen
die Toten, weisen auf das elende Lagerleben hin, ohne jedoch Parallelen
mit KZ-ähnlichen Zuständen zu ziehen. Sie appellieren
an die Humanität jener Hochgestellten, welche das Untermenschenmanagement
bewerkstelligen. Sie prangern nicht an, daß diese Zivilisation
alle Grundzüge der Barbarei enthält. Sie befassen sich
uneingeschränkt mit ihren Krisen, verdrängen die Maxime
der Universalität. Sie legitimieren nur, daß ihre Zivilisation
ohne legale Alternative an der Spitze steht.
Es genügt, einen Blick auf den Krieg am Limes
des Novum Romanum zu werfen, um zu registrieren, was diese Zivilisation
alles unternimmt, um die Prosperität in ihrem Zentrum aufrechtzuerhalten.
Während die Sturmboote der Frontex-Formation
gemäß dem kolonialistisch rassistischen Urwesen ihrer
Befehlshaber im Mittelmeer und Atlantik auf Jagd nach der Migrantenmeute
patrouillieren, zeigt die breite Front der Bellizisten ihre Grimasse.
In "Le Monde diplomatique" vom 12. Juni
2009 zitiert Charlotte Wiedemann Frontex General Report 2008: "Menschlichkeit
ist der wichtigste Eckstein modernen europäischen Grenzmanagements."
Sie verweist in ihrem Beitrag zur "Mythen der Migration"
darauf: "Wie Deutschlands Interessen bekanntlich am Hindukusch
verteidigt werden, so werden Europas Grenzen am Niger und Kongo
geschützt." Und sie fügt hinzu:
"Die Zukunft europäischer Flüchtlingspolitik
im Mittelmeerraum ist fern der Kamerapulks zu besichtigen. Der arabische
Norden Afrikas soll uns die Schwarzafrikaner vom Hals halten; Mauretanien,
Marokko, Tunesien, Algerien, Libyen werden Europas Cordon sanitaire
(Sicherheitsgürtel). Eine soziale Hierarchisierung nach einem
altbekannten Farbmuster. (...)
Die moralisch wirkmächtigste aller Migrationslegenden trat
über Jahre im schmucken Gewand der Humanität auf: Es gelte,
die wahren Asylsuchenden zu erretten aus der Flut von Wirtschaftsflüchtlingen.
(...)
Viel mehr Bootsflüchtlinge als auf Lampedusa
kamen im armen Jemen an: 51 091 Menschen waren es im vergangenen
Jahr, allein in den ersten drei Monaten diesen Jahres(8 )waren es
schon fast 20 000. Täglich versuchen Verzweifelte aus dem zerfallenden
Somalia die gefährliche Überfahrt, täglich fahren
Betreuer im Jemen die Strände ab und begraben angeschwemmte
Tote. Der Golf von Aden hat vermutlich schon die Leichen von mehr
als 2 000 somalischen Flüchtlingen verschlungen.
Nur notdürftig wird diese humanitäre Katastrophe von den
Silhouetten der Kriegsschiffe verdeckt, die in denselben Gewässern
auf Piratenjagd gehen. (...)
Der Mythos, es seien die Stärksten und Besten, die weggehen,
beleidigt ganz nebenbei all jene, die weiterhin jeden Tag mit der
Hacke aufs Feld ziehen - also die Masse der Schwarzafrikaner. Und
die Stilisierung schlägt ohne Gnade auf den Migranten selbst
zurück, wenn er mit leeren Händen zurückkehrt. Trotz
tausendfacher Abschiebungen und tausendfachen Ertrinkens wird ein
glückloser Heimkehrer zu Hause als Versager behandelt. Um der
sozialen Verachtung zu entrinnen, wird er sich, wenn es nur irgend
geht, bald in den nächsten fatalen Reiseplan stürzen.
Und niemand mit kühlem Kopf und moralischer Autorität
stellt sich ihm in den Weg. Wo sind die afrikanischen Aufklärer,
wo sind die Imame, die junge Leute davon abhalten, zu horrenden
Schlepperkosten den Routen des Todes zu folgen?"
"Clandestinos" gegenüber dem dunklem
Bündnis der OneWorldOrder-Ordner, die wiederum Millionenheeren
von aus der regulären Broterwerbstätigkeit Ausgebooteten
gegenüber stehen. Sie sind machtlos vor der Macht des Monetarismus:
Sie fesselt die Menschenmengen so an den Fetisch der Kröten,
daß sie sogar eher bereit sind, mit ihm unterzugehen, als
sich ihm zu verweigern.
Aphorismen artikulatorisch affirmativen Artefakts
• Es kriselte. Der linkslastige Komet des Endkapitalismus
kreiste leise über den Dächern der metropolitanen Krisenmoralkreise,
warf die Last der Riesenreise in den Morgen ab.
• Mandatare der Macht spielen sich als Memorial-Autoren
auf nach dem Motto etwa, daß ein Buch das Gewicht eines intellektuellen
Ausweises hat.
• Der Papst passt auf, daß die Protagonisten
der privatisierten Produktionsmittel einen ruhigen Schlaf haben.
• In der manischen Nische kultiviert das kultische
(kulturalistische) Klischee prophetische Fetische und migrantische
Tische.
• Der Demokratus diktiert, Maniaken des Gutleutengetues
memorieren.
• Tantana-Narren starren auf Fanfaroden, harren
auf Tiraden-Prominaden. Dann schiffen sie in der Flasche der falschen
Fische zur Morgenfrische.
• Der irrlichternde Irrwisch flackert überall
dort, wo die lyrischen Derwische flach predigen.
• Die revolutionäre Episode der Sansculotten
wird von der ethnopluralistischen Leitkulturideologie als widrig
erklärt.
• Gefahndet wird permanent nach den "Wesensfremden"
und "Nicht-Dazugehörigen", zum Beispiel dem Islam,
der anerkannt wird, aber nur hinter dem Mittelmeer - als mentales
• Den Projektionen, die sich auf der Ebene der
humanitären Husaren Bahn brechen, liegt keine Realität
zugrunde.
• Provinzieller Neid auf den Schneid der Spätankömmlinge:
Sie malen sich einen Rassismus aus, der sich wie Münchhausen
gleich am eigenen Zopf aus dem Sumpf zieht und die von völkischen
Normen Abweichenden zur Raison ruft.
Vers-Versuche
nach gereimtem Genre von Notaten
aus dem Reich der arischen Aristokraten
I
Zyklopen-Tumult zieht Kreise
am Morgen-Moor grüne Greise
grübeln zwergwüchsig im Chor
beraten über die Raten der Tribute
über triviales Standhalten mit dem Tumor
den der zyklische Chrash beschwor
Auf der Hefe der Privilegien der Homo novus
trompetet die Hominiden zum Superlativ
vor dem Schrebergarten der Honoratioren
erweist sich als Kreditkartell-kreativ
auf dem Spätabendprogramm der Krisen-Foren
und stopft alles in den Rachen
als Domänen-Doppel der Drachen
unter der Supernova des Subjekten-Status
meistert Menschenrechtsmanagement
mit Markt-mental marmoriertem Sentiment
in der Staatsstruktur der vereinzelten Einzelnen
Im Fanfarenfanal fragmentiert
Kommunikation kommt fundiert
vom Kompost der Comebank
computert vor dem Monitor nobel
die Political Correctness blank
während der Mentor der Sozialstrukturen
subsumiert die subalternen Systeme
und die markigen Manifakturen
mit dem subtilen Suffix Kultur
nach dem Kniefall und knallenger Kontur
II
Was ich im alla-turca-Allerlei vorhabe
wird das dornige Werk meiner Vers-Versuche
mit der gassenmäßig gastfreien Gabe
dem Philosophen gerecht und fein
habe erst einen Heros zu phantasieren
im Konfliktkurs ums kollektive Dasein
dann ernst den Eros zu phrasieren
II
Weit verfehlt und verkehrt in der Maienzeit
Der Herold fragt den Henker nicht
nach dem schweren Hetärenherz
Herkules führt die Horden der Demokraturen
zur Hörigkeit und dem humanitären Schmerz
Alle hurren hinter dem Hurra-Norden her
schreien nach immer noch Mehr
huren in Schreckscharen allüberall
im hohlen Horizont des Homo oeconomicus
holen die Sterne fort mit Knall
honorieren den Hautevolee-Zirkus
Huris konkurrieren mit hybriden Huren
kreieren den Krieg der Kulturen
Als sich der Herr der himmlischen Scharen
verirrte im kosmischen Wirbelsturm
erblickte er im Zero den Hirtenturm
und entwarf am Vorabend seiner Trophäentage
das artige Armenheer und die Wahlfrage
zwischen Prostitution und den prallen Profiten
ertüftelte das Eigentum und seine Propheten
Seit halbtausend Jahren Weiten der Zeit
trainieren fromme Kreditgeber den Kolonialkrieg
Jede Epoche hat seinen Tyrann und den Pyrrhussieg
Jeder Gott mit eigener Eliminationsart
im systemisch-manischen Standart
Es triumphiert begnadet der Pontifex maximus
dank des digitalen Daseins des Hesperus
Mephistopheles manifestiert den Markt
und Mäuse-Marasmus als markiges Muß
Aus Furcht vor lebendigem Marx gefriert Jesus
Nach zweihundert Jahren Laissez-aller-Allüren kehrt
der Merkantalismus zurück und vermehrt
Hungerheeren-Humus des Schwarzrocken-Malthus
Jedenfalls ereignet sich im Austausch
zwischen enteigneten Migranten
und Prädikat-Pastoren der Privatier-Protestanten
das Kriegskrakeel des faulen Humanismus
Geschichten schreiben sich aus Verhältnissen
geschehen in Verhängnissen und Rissen
Gefangen der Homo sapiens in seinem Los
den Scheidewänden des Konsumkosmos
Im Blickwinkel der hiesigen Intelligenzia
manifestiert das Morgenland seinen Bestand
als Mären-Martyrium am Zivilisierten-Rand
und moralisches Moor der Insania
IV
Die armen Autoren
im Tränenfluß Tonnen schwer
kriechen krumm vor Abendsonnen her
hinter dem Nachtdunkel im Schwarm
unterwegs mit dem Notebook unterm Arm
als Notebene konformativ
darin das Präfix konservativ
neo oder poly und post
Kultur und Politik als Suffix zum Trost
Die armen Autoren
hausieren vor dem Blockhaus der Foren
mit normativen Memorial-Novellen
und Klein-Lyrik der Klage-Junioren
stehen hinter der Morgensonne blank
vor dem Nebentor der Nebelbank
Im Spiegel der Agitator der Teutomanen
posiert autonom als Autor des Humanen
V
Zuvor der weiße Invasor
der mit conditio humana hantierte
attackierte den dunklen Mohr
erfand autoritativ die arische Rasse
lauthals im Evolutionschor
vereint mit der Klerikal-Klasse
führte das Spiel Tabula rasa vor
In der Fortuna-Formation Metropolitan-Lüstlinge
teilen den Eine-Welt-Stammtisch mit Listlingen
Wüstlinge favorisieren den Fetisch der Westlinge
Lehrlinge lernen mit geschwellter Brust
das Pleitier-Politikum und die Kunst der Leerlinge
die täglich aufs Neue schwören
das Kollektiv-Forum der Brücken-Brigadiers für
kosmopolitane Kommunikation zu stören
VI
Auf dem kulturalistischen Krisenkurs
glänzt das betonierte Bild des Fremden
am endkapitalistischen Stammtischdiskurs
diktiert der Status-quo-Prophet der Schwarzhemden
Der Pleitier-Paria entfremdet sich
von Tara humana auf dem Strich
VII
Giganten-Glück strahlen die
Gipfel-Guarillos der Privatier-Partie
aus und auf der Flucht vor dem Ach-Wach
im kosmischen Klassen-Krach
leben versteckt in der Furchten-Bucht
vor dem Morgen-
Aufbrecher
im Fluten-Fluch der Habsucht
und betäubt mit einem Becher Sorgen-
Brecher
im Schattenreich der Epauletten-Leute
träumen von ewigem Heute
lassen
sich nicht stören
wenn sie das Murren von unten hören
beim Versuch von Universalversen
auf
der Revolten-Route
den Heros-Herolden auf den Fersen
den Bambula-Barden
Kollektiven-Klage-Garden
gegen Elitären-Überfluß
aufm Humanen-Globus
Apologeten der Apokalypse
Scharlatanen-Schimmel
unterm sternenarmen Himmel
Schakalen-Spektakel
Schall und Rauch im Hängebauch
Sprachengewimmel
Schaitanen-Schikane schwer
unterm Schickeria-Schirm
Gottesstifter im Mittelmeer
Götzendiener von überall
her
Ständestaatshalter stürmen
das Bodenlose im Unterhaus
memorieren makaber den Merkantalismus
von Levante bis Gibraltar weitet sich aus
der Unterwassergottesacker
Weiße Philo-Sophia
die Hure der Schickeria
kritzelt die Freiheit
auf der Jagd nach Freiern
Privatier-Piraten-Geiern
sommersonnenweit
mit Klerikal-Kartell im Geleit
partieren Patronagen
Parzell um Parzell
die Frucht um das Hell
den Bravour-Bonus
und den Surplus
Es siedelt und raucht
Der philanthropische Philosoph sucht
in abgelegener Gedankenbucht
das Prospekt des Protestes
und Kant-Hegelianer Testes
zur rassististischen Hierarchie des
Humanen-Geschlechtes
VIII
Zöglinge der eurozentrischen Zombies
marschieren durch die Finsternis
auf ihrem rostbraun politierten Postament
montiert haben sie an ihrem Firmament
einen geklonten Mond
in Formation der mentalen Fortuna-Front
resistent gegen jeden Affront
am metaphysisch Stämmigen-Stammtisch
mit der arisch archaischen Arena identisch
hinter der schalldichten Scheidewand
im warenförmig fundierten Verstand
und gegenüber der Dialektik der Natur
in Barrikaden gegen Barbaren-Barken
prahlen sie melancholisch
mit dem Recht der allzeit Starken
Der Verlauf hält an bergab
Auch mit einem Bein im Grab
kommen wir nicht zur Ruhe
im Glauben an Evolution
an das Gesetz der Revolution
Denn geschlagene Schichten
ergeben sich nicht dem Geschick
in Geschichten
Am Rand geht der Brand um
Parias paradieren im Zentrum
Das Erdenrund auf der Route
wie eine Raumfähre ins Vakuum
steigt die Flut von Furcht und Flucht
fruchtet die
Sehnsucht
nach dem Rauch der Revolution
im Hohlkopf der Zweibeiner
Menschenmeere im Rücken
wenn wir unentwegt vorrücken
werden wir die Scheidewand
zwischen Nord und Süd überbrücken
die Früchte im Nachbarschaftsgarten
ohne Furcht
pflücken
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