XXX. Jahrgang, Heft 158
Sep - Dez 2011/3

 
  Inhalt  
  Meinungen - Karawanserei  
  In den Kulissen der Teutozentrale  
  Gegenwart der Geschichte  
  Weitläufige Weltbilder  
  Kultur-Atelier  
  Medien-Kultur-Schau  
  Lyrik  
     
  Wir über uns  
  Der Verein  
  Archiv  
  Impressum  
     
 

Letzte Änderung:
6.11.2011

 
 

 

 
 

 

 

IN DEN KULISSEN DER TEUTOZENTRALE
Horror und Hurra-Humanismus
Status-quo-Systeme der Selektiven Assimilation

Saisonar-Szenarien und Imperial-Impressionen
von Necati Mert

   
 
 


Demokratischer Despotismus und Domäne-Desperados • Selektive Systeme in Ständestaatsstatuten • NGO-Nomenklatur und normative Makulatur • Frontex-Flotten-Front und Flucht-Fluten • Provokateur-Protektor am Bosporus • Zionismus-Zorn und Zeremonial-Zynismus • Furcht-Frucht und Eliten-Elend in Zivilisierten-Zentren

Meine Worte meinen kein Kritteln an der manifestierten Manipulation durch die Mainstrem-Maschinerie. Sie zielen gemeinhin darauf ab, das Ganze zu karikieren, was die Miniatur-Marionetten der maximalen Profit-Protektoren prophetisch bewerkstelligen, wie sie ihr Seemannsgarn vor dem breiten Publikum spinnen. Das Schwergewicht meiner Wortketten liegt auf der literarischen Lichtlinie, nicht im aufklärerischen Klageklang – systemkonformen Stammtisch-Gesang, Stammes-Sturm-Angang. Angebrachte Argumente in den abgeleierten Archiven, die dem Anliegen der Entrechteten wie auch Marginalisierten bzw. Minorisierten hohnsprechen, artikulieren nur noch die Spannkraft der monetär mondänen Aristokraten, deren subalterne Intelligenzbestie mit furios fingierten Fakten agiert und mit total trockenen Traktaten für Freiheit und Fortuna, Emanzipation und Emotion propagiert, flatterige Fragmente als fragile Paragraphen fundiert sowie als faule Prosperitäts-Portion und Protektion programmiert. Jedes Wort sitzt in seinem wohligen Ort.

Demokratischer Despotismus und Domäne-Desperados

System ist Staat, der die Klassenpyramide stabilisiert. Es ist die syndikalistische Synthese des bürokratisch demokratischen Kapitalismus, einen Teil des Raubs unter ihren Untertanen zu verteilen, um sie gemäß den loyalen staatsbürgerlichen Gesichtspunkten zu Komplizen zu machen. Schließlich fungiert die repräsentative Demokratie nichts anderes, als der imperialistische Hegemon seinen Urnengang-Untertanen an seine Untaten beteiligt, ohne den humanitären Huren-Humor zu versaubeuteln - und die Sonnen-Sorger.

Das trübe Repertoire mit retrospektiv schwarzem Humor repräsentiert den braunen Horror, respektive den reservierten Furor der Bleichgesichter, die allezeit kriegslüstern bleiben, als Befreier, respektabel zivilisiert, nachhaltig eine weiße Weste haben, aber rigoros rachsüchtig nach wie vor. Um die Almende allgemein vom All bis zum Alm restlos zu reprivatisieren, reproduzieren sie allweil rabiate Rambos mit ramponiertem Horn und stickiger Stirn.

Bülbül-Blüten treiben die bürgerlichen Bürokraten. Im Stillstandsquantum der Status-quo-Quoten. Als artige Quelle des Kommunitarismus gelten die Quartiere der Mittelschicht-Mischpoken und Querulanten als selbsternannte Demokratie- Despoten.

Die Gesellen der gesellschaftlich aufklärerischen Autorität demonstrieren neben den Reprint-Reklamen in TV- und www-Foren eine derart dekorative Demokratie, die im Postszenium hinter den Kulissen despotisch dogmatisch dirigiert. Diskret. Disziplinarisch. Ohne die dominante Schlagkraft der ”Vierten Gewalt” demaskiert sich diese parlamentarische Parteien-Partie wie ein dickes Dichtwerk der digitalen Dilettanten. Skandalschreiblinge und Editorial-Eliten diktieren die Kapriolen im Diskurs-Zirkurs. In dieselben Kerbe hauen die Jünger und Junioren der Journaillen-Junta. Ins selbe Horn stießen die Nobel-Autoren und Novellen-Nutten auf einem systematisch nebeligen Niveau, nivellieren die Negation des Neuen als Naturtrieb.

In trainierten Talkrunden traktieren die Tragödie-Troubadoure die Troupiers der Demokratie. Tyrannen-Trug triumphiert. Latent. Eklatant. Die ”Vierte Gewalt”, der Print- und elektronische Medien-Moloch, meditiert, meistert die Kunst der Montage-Monster in Maghreb und Levante. Auf der Tartanbahn des Tartüffe-revolutionären Taufe-Taumels. Sie sensibilisiert exemplarisch die hegemoniale Exekutive samt ihrer Extremitäten wie Parteien-Parlamente und das breite Publikum für das interventionistische Politikum. Münchhausiaden- Meute vermarktet das Töten der erdichteten Tyrannen und Terror-Teufel als Triumph und trivialen Luxus der frivolen Lust. Der Liquidation der lokalen Häupter folgt die List der Lügenbeutel, die Marketender markieren den variablen Wert der Beute.

Der Zwangszusammenhang zwischen Demokratie und Diktatur lautet, daß die Leute von Zeit zu Zeit als Souverän den Sanktus (Lobgesang) anstimmen zum Status quo. Die Sansculotten stecken noch im Schlammassel. Doch das OneWorldOrder des Kapitalismus gerät wider die Schimäre der schlaflosen Schirmherren mehr und mehr ins Wanken.

Die von der mentalen Mehrwertmaschinerie aussortierten Überflüssigen werden sich gegen die Aussichtslosigkeit ihres Daseins noch wehren. Und jedes nächste Regime wird die unruhigen Zukurzgekommenen brutal niederhalten. Schon jetzt beginnt dort der Morgen dämmerig dunkel zu werden, bald vielleicht pechschwarz – in den stillen Silhouetten des primär privilegierten Privateigentums.

Die Fraktions-Funktionäre und Friktions-Fürsten trommeln mit den frostigen Fäusten fleißig-fuchsig den Takt und lassen die Hominiden jenseits der metropolitanen Markscheiden in ein schlechtes Licht rücken, in den moorigen Marginalien der Menschenherden, sogar in einer gemengten Menagerie –auch in der meist monotonen Tretmühle der Münchhausiaden.

Das Ellbogenrecht gewinnt mehr und mehr Oberhand. In der Demokratie erscheint der ganze Aberwitz als legitim. Was aber nun, wenn das legale Extralügengebäude über kurz oder lang zusammenbricht? Die allerhand dekorierte Diktion der Demagogie dekodiert wird?

Hohe Warte der westlichen Wertgemeinschaft

Die westliche, auch christlich-abendländische Wertgemeinschaft befindet sich kontinuierlich wie konstant auf dem Konkurskurs, kollidiert mit dem Krisenkontrast, korrespondiert gleichwohl mit dem Feudal-Fetisch des Kraken- bzw. Kannibalen- Kapitalismus weiter. Der Werbefeldzug des Korporationskorpus aus dem Status-quo-Staates und den Bankier-Barden, Bankrottor-Banden sowie Krautjunkern faschistischen Fabrikats fackelt nicht lange, auf der Fahrspur des kriminell kolonialen Kriegskreuzes zu stolzieren. Während die parlamentarisch partizipierte, demokratisch dominante Domänen-Despotie den Druck auf die heimische Population dramatisch dreht, um den Dolce-vita-Dom und das Kaskaden-Kasino der Besitzkasten-Pyramide im Kapriolen-Kastell hieb- und stichfest zu festigen, gibt sie mit dem Feigenblatt des Humanismus sowie der OneWorldOrder ihrer perfekten Kreuzzugs-Armada Order, in der Peripherie der herrisch erdichteten Primitiven zu intervenieren und die dortigen Naturprodukte zu privatisieren, respektive zu räubern. Als Gegendienst haben die Zivilisierten-Zombie-Cäsaren des Novum Romanum dingfest den Export der verwässerten Werkstattsverse der westlichen Wertgemeinschaft parat:

”Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Gleichheit, Marktwirtschaft, Kapitalismus, Individualismus und Demokratie.”

Hinzu kommt eine weitere Liste der westlich allweltlichen Werte wie ”Menschenrechte, Gerechtigkeit, Völkerrecht, Frieden, Brüderlichkeit, Prosperität, Humanismus, Hedonismus...”

Tatsächlich taugen all diese als Gelüste gelisteten Werte nichts als hohle Phrasen, als Litanei-List oder Lockspeisen, die in die Schädel der Erdlinge massiv gehämmert werden von der Maskeraden-Masse des madialen Meute-Metiers im Auftrag von kaltblütigen Kassa-Klassen-Kreisen, um damit ein Syndikaten-System mit humanen Szenario-Symbolen sympathischen Souveräns zu vernebeln. Abgesehen von Ruhm und Routine der Parteien-Patriarchie und Journaillen-Junta jubeln die indigenen Inspekteure der Intelligentsia die Errungenschaften, den faulen neofeudalen Fortschritt, die Jägerlatein-Prophetie der Profit-Piraten, die Privilegierten-Patrioten der Privatier-Prosperität und die radikalen Lakaien des Leibeigenen-Liberalismus... Wenn z.B. die administrativen wie privaten Advokaten vor dem breiten Publikum für die Werte-Waren wie Menschenrechte plädieren, predigen und werben, dann wahren sie inbrünstig das Individuelle des Instrumentalisierbaren oder kalkulieren das Kulturelle der kollaborationsbereiten Kollektiven, lassen aber über das Soziale schlicht Gras wachsen, da sich hierbei um reinen Ruin der Lebenswelten dreht – um millionenfachen Hungertod, um Pleitiers und Elendleider, also um Armen-Armeen. Damit erübrigt sich das Recht aufs Überleben im Arsenal der westlichen Werte-Varieté.

Ob Print-, TV- oder Net-Nebeldecke, das Monster-gemäße mediale Mainstream zeichnet sich als ein normiertes Normativ der Kopierer-Korporation ab. Nicht nur die Themeninhalte werden nivelliert, sondern auch die Sprachspuren. Eine weiße Weisen-Wiese, in der sich die Nachäffer versammeln, vor dem Nachtmahr von Zeloten warnen, Zirkelzettel verteilen und das Zeitgeistzelt aufschlagen, um Zitaten- und Zensur-Zirkus vorzuführen. In globo gleicht diese Fabrikation des Gekrakels dem Inferno der Informationen und den Marie-Mären über die Sintflut der Krisen-Kritiken leerer Mehrwert-Meeren, über die Glorie des Grundtextes zum Handeln mit Galeerensklaven, die gegenwärtig die migrantischen Minoritäten in sich bergen – derzeit am Südrand des Alten Kontinents. Kombiniert mit dem Katastrophen-Komplex und Komödianten-Kommando des Menschenrechtsmetiers.

Die Forscher-Front schreitet fort, fotokopiert den Freibrief für die Fronarbeit. Systematische Statistiken haben die auf dem Fließband fabrizierten subtilen Studien zu schönen und marktschreierische Schreiberlinge vor jeglichem Kontra zu schonen. Wachsweiche Diktionen fungieren in ihrem antiken Kaff als universaler Usus wie wohlgefällige Resultate ihrer weitsichtigen Kalkulationen. Statistik stützt sich auf einen kalten Zahlen-Zyklus, den man hin- und her drehen kann, bis das Wünschenswerte herauskommt.

Im Endstadium der OneWorldOrder geraten die meisten Gesellschaften in die Fänge der kapitalistischen Kannibalen-Kraken. Das ethnische Separationssystem des Novum Imperium stürzt, spätestens nach dem Fall des kosmopolitanen Staatsgebildes Jugoslawien, Nachbarschaften in den kruden Chaos und zugleich in völkische Schlachtarena. Die Zerberus-Zöglinge der Hölle und Homunkulus-Horden werden ausgiebig honoriert, nehmen neben den Honoratioren und die Agenten der Journaillen-Junta Platz auf den Stadion-Tribünen des systematisch in Szene gesetzten Titanen-Tribunals.

Im Olymp der Oligarchen-Gewalt angekommen, sticht das Fäulnis der Koketten-Koalition als korrumpierte Kopie des imperialen Impetus felsenstark ins Auge, konkurriert mit arg apokalyptischem Appell-Amt und opulentem Applaus. Die herrische Aktion gegen die Hungerheere mündet in der alten Attraktion der manischen Attacken. Die Ständestrukturen stabilisieren sich als Fortgang der arischen Exponenten-Expansion des supranationalen, respektive globalen Kapitals. Der Sturm von Land in Stadt hält an im Endstadium des Empires. In den Megapolis-Rändern schwillt jenes Riesen-Potential des Prekeriats an, dessen Augenmerk aufrecht auf die Metropolen der Reichtümer richtet. Was die Zunft der Ressourcen-Räuber gegenwärtig als Routine registrieren, wird in naher Zukunft zu einer kosmopolitan globalen Migranten-Revolte Wurzel fassen, deren Routen von Süden nach Norden ihren Verlauf nehmen.

Loyalitäten und libertäre Rivalitäten in allerlei Segmenten, Sektoren sowie strukturellen Systemen der Global City, vor allem was die minorisierten Migranten angeht, gehören zum Studie-Spektrum akademischer Akteuren und reaktivierter Akklamations-Akrobaten, denen dennoch jeder Überblick abhanden kommt. Die NewWorldOrder gerät hierbei mehr und mehr ins abend-dämmerigen Chaos-Meer. Die Heuchler der systemischen Staatsstrukturen haben Heu und Stroh im Kopf, wenn sie für wahr halten, über den humanen Hurikan der Hungerheere dauerhaft Herr zu werden.

In Network und Facebook der normativen Facetten-Fabrik fabulieren die Bataillone von Professionals, Akademikern, Managern und konformen Studiensurfern, selbstherrlich zum Weltorden berechtigt, Kommando-KoMissionare, kommende konfuse Konflikte zwischen Zivilisations-Zeloten sowie zornroten Heloten zu dämmen, formulieren die Hierarchie der sozialen Formationen aufgrund der affigen Affirmation. Der Amalgam der suburbanen Nachbarschaften fault furios. Die Quoten der subalternen Quartiere qualmen qualvoll, stehen kräftig unter der Kontrolle der Querulanten. Heute in der Peripherie, morgen in Metropolen. Dem Huserenstück der ”humanitären Interventions”-Regie stehen der starke Ansturm der Revolten-Regimente der Armenarmeen bevor. Allemal!

Selektive Systeme in Ständestaatsstatuten

Hervorsticht im imperialen Impetus die Architektur des Argumenten-Areals, das im Argen liegt und die Arena der kulturalistischen Konflikte kräftigt. Zugleich spielen sich mehrerlei mediale Höflinge manieriert auf, manövrieren das Entstammen einer imitierten ”muslimische Multitude”, deren Ahle sich außerhalb der Zivilisierten-Zonen befindet und als typische Topographie des Terrors ins Gewicht fällt. Die majoritären Mentoren manifestieren einen Maniehäismus, na dem der mächtige Okzident das Licht symbolisiert und der mangelhafte Orient die Finsternis.

Gründet sich die aus dem Kartoffelsack gezaubert Leitkultur auf der Barbaren-Skelette in der Barolina-Silhouette? Auf den Fersen von virtuellen Versen? (...) Die Agenden hinter dem Agenten-Theater sind vielfältig. Mannigfaltig. Auch ihr Lemma. Schandfleck verbreitet sich. Der Westen hinterläßt ihn nicht, er wird selbst einer.

Res publica publiziert primitiv Parlamentarisches. Ein libertäres Regime gründet sich auf den Standbeinen der autonomen Individuen und negiert die Demokratie der rigiden Rivalitäten, um die inszenierte Mehrheit der Regimenter zu regulieren. Das gilt zugleich den potenten Projekt der Integration, das von einem volksstaatlichen Kollektiv ausgeht und kollektive Charakteristiken zum Wechseln voraussetzt.

Die operative Option des Westens nimmt rasant an Fahrt auf in immer mehr Winkeln der Erdkugel.

Integrationale Initiativen und Projekttouren intensivieren den Druck auf das unter Sonderrechte gestellte Humankapital bzw. Menschenmaterial, was ihnen als Klientel zustatten kommt. Es inspiriert ein experimental essentielle Elimination, ein komfortabel selektives Kontertrubel, ein solide kreatives Korrektiv der Karriereleiter.

Der Säkularismus der deutschen Bundesrepublik stellt ein systematisch scheinheiliges Drama dar, was die laizistischen Prinzipien angeht – unter zweimaligem Klerikal-Kartell mit Glockenturm und Karrieresturm, mit Kolonisatoren-Kompaß und Ko-Missionaren-Mist.

Der hanebüchen humanitäre Handel der integrational-intriganten Sektor-Sekretäre läßt sich als banal wie brisant mit fatalem Fanfaren-Fanal und instrumentalem Final registrieren. Da fühlen sich die Genre-Geister sowie Manieren-Meister gerufen, den Mißklang im Musentempel der Muselmannen-Motiv zu manövrieren und mäßigen.

Die Demagogen-Domäne dominiert despotisch über das öffentliche Denkvermögen. Das Debatten-Debakel liegt zutage. Allen voran im Fetisch-Feld der Thematik Assimilation und Integration, Nationalstaat und seinen Reglements bezüglich der Untertanen-Formen in fakturierten Fragmenten, Folgerechten, Faktum und ureigenem Unikum.

Die Leitkultur limitiert die zu Fremdlingen ausrangierten Kreaturen. Die Lehrfabriken nehmen sie in die Mangel der Libertinage-Lakaien. Wohlgenährte Literaturwerkstätte gibt es zuhauf wie institutionell initiierte Infoläden. Informationen und literarische Produkte mangelhaft oder instrumental. Hier und da ein paar narrative Experimente und Exemplare. Haftbar für den ultimativen Selektionssektor des Systems. Der infertile Nachrichten-Nebel trübt die Aussichten auf den helllichten Horizont. Die Honoratioren in formalen Foren bedienen sich der Humanitas der Horizontale, jedwedes Ammenmärchens, das selbst die so hartgesottenen Hofreporter in die Bredouille bringen. Parteien-Barone und Patrone beklagen sich über den tief dunklen Schuldensumpf, gleich dann lauthals über den Unterschlupf der ”Illegalen”.

Der Durchblick getrübt. Nicht reumütig. Niedrigniveau-Platoniker auf den plakativ planierten Plateaus des Planeten und in den platten Papp-Booten beobachten das desolate Tempo der Repressions- und Manipulationsmaschinerie von hohem Ein-Fluß.

Unter der diktatoralen Dominanz des parlamentarisch postierten Parteiklüngels expandieren die Menschenmengen migrantischer Minorität unverrückbar, denen tagaus tagein der Absturz ins Prekariat bedroht. Un dies unter dem heilen Himmel der Prosperität. Willentlich oder nicht, die Stamm-Einwohner verhalten sich als obligate Oberlinge – auf ihrer Ottomane mit einem gebräunten Bretterwerk jener Vokabulars, welche im Blätterwald unter dem grauen Wachtturm der Wahnbilder und willfährigen Wildhüter ausgereift erdichtet und verabsolutiert werden.

Der Import-Kelek und die Export-Kälte im Port des Portefeuilles

Henryk M. Broder im Kelek (Floß aus aufgeblasenen Ziegenbälgen – Fremdwörterbuch!), einer der nützlichen Pausenclowns im diskursiven Zensur-Zirkurs, bläst auf den publizistischen Flöten, wenn ihm der Media-Moloch die Flöhen hinhält. Er bekennt sich zwar nicht zur Kabbala, negiert aber den Jehova auch nicht. Es berührt und beunruhigt ihn nicht, wenn manche ihn auch als Boulevardblätter-Schurke und giftige Bellizistengurke betiteln.

Necla Kelek negiert nicht den Herren der himmlischen Heerscharen, nivelliert lediglich die Negation der islamischen ”Negriden” und den Fetisch des ethnischen Kollektivismus der Genesis des Germanicus. Ihr zotig zimperlicher Zorn gegen die Zeremonien des Homo Islamicus, gegen ihre frostig frommen Formen, fundiert auf dem evangelikanen Feindbild-Event, in der Tat auf dem Zerwürfnis in Wert vom zopfig karikierten Zero. Sie greift den Emeritus Prof. Dr. Klaus J. Bade in der ”Frankfurter Allgemeinen Zeitung” vom 9. Mai 2011 an, reduziert ihren Zerriß auf den finanziell existentiellen Fuß des ”Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration”, dessen Abschluß-Fluß nicht im Daten-Delta ihres Kontos vorkommt. Für sie geht es um die Marie aus den halbamtlichen Förderkassen, die ihr nicht als minoritäre Marionette-Mulattin der Majorität fuhrwerkt. Im breiten Publikum wird sie scheinbar nicht ernst genommen. Sonst hätte sie auch einen Bestseller bewerkstelligt, auf den Markt der schwarzen Kunst gebracht und den triftigen Schritt zum oberen Besitzstand vollzogen.

Nach Keleks Keller-Kälte-Klagen fußt Professor Bades Rat auf der konservativen Camouflage, dem defekten Rad der Integrationsgeschichte, dekoriert es mit popeligen Optimismen und doppeldeutigen Dokumenten. Für sie und ihre Keller-Klüngel-Klugen wie Alice Schwarzer, Ralph Giordano, Henryk M. Broder, Seyran Ates, natürlich Thilo Sarrazin u.a. genügt es, ihr Urteil gegen das muslimisch imaginär intimes Patriarchat zu fällen, wenn sie sich in einer Flaniermeile einigen Evas mit Kopftuch begegnen. Daß diese weiblichen Zweibeiner und selbstbewußten Demo-Kreaturen ungehemmt in makellosen Magistralen erscheinen, wird von den arisch aufklärerischen Kaskade-Maskerade-Kameraden nicht nonchalant als lautere Normalität registriert, sondern als normative Novität wider die populären Perspektiven der Potentaten-Partie. Ihr Big Busineß basiert in globo auf dem Katzenbuckeln vor der Intelligenbestie, im Kelek im Spree-Strom zwischen ministerialen Gewaltzentren unterwegs, parallel mit symbolischen Kapriolen eines Bussards.

Die Keller-Kultur-Kompagnons paralysieren eine ganze humane Sorte, stützen ihre Attacken auf jene Soziopathen von etwa einem Prozent, abstrahieren ihre Untaten. Ob sie dann die Gesamtheit der islamisch allochthonen Mulatten motivieren und ermutigen wollen, zur autochthonen Autorität zu mutieren, bleibt ihr Geheimnis. Diese Amazonen, Amigos und Amenzonen-Zöglinge haben mit ihren Sakramenten sowie fingierten Fragmenten nicht weiteres verdient als Sarkasmus, Spekulativ-Satire und Spektrum-Spaß mit dem spitzen Spieß. Sie lassen sich als Szenenspezies in der speziellen Sperrsphäre der Status-quo-Statisten stempeln. Die Karriere in der Folge.

Die Differenz der Besitzstände wurde übertragen auf das Recht des Ethnischen. Sie fundiert auf der kulturellen Identität des anderen, die eigentlich von dem eigenen Ideal definiert wird. Gewaltgeladener Aufbruch der Elenden kommt daher als Fluch und Flucht zutage. So wird z.B. die christliche Majorität, die den Takt angibt, den islamischen Minoritäten keine andere Wahl lassen, sich zur Identität ihres vom Obrigkeitsorder determinierten Daseins zu bekennen oder mit den furiosen Folgen ihrer Bockigkeit rechnen: Deportation!

Necla Keleks aufklärerisch ariosophisches Kalkül enthält die Zuversicht, zuwenigst monatlich eines frischen Dossiers zu bemächtigen – mit überalternden Attitüden sowie übrigen Illustrationen, Impulsen und Instrumenten der zuvor fleißig institutionalisierten Intrigen-Riten. Sie verfügt über Wissens-Ressourcen zwischen lieblichem Leitstab und leiblichem Leidstab, solange die liederlich eurozentrisch zivilisatorischen Zotenreiter und Ritualritter dem demokratischen Despoten am Bosporus mit Bravour Beistand leisten, der wiederum seine Millenniums-Millet vor allem im Groß-D-Land den Weg in das monetär moderierten, mondial wie mondän modernisierten Mekka der Muselmanen-Missionare geradewegs ebnet. Unter diesem grau-wolkigen Teuto-Himmel reitet Necla Kelek carte blanche den Amtsschimmel.

Löcher hat Necla Keleks Kelek. Sie muß soeben eine Nußschale anschaffen. Dennoch wird ihr nicht gelingen, sich zu einer respektablen Mäuse-Mentorin zu mausern. Bis ihr Werdegang vergessen geht – als Granteloma, der die völkisch dominanten Dragoner ein (Kopf)Tuch feucht aufs Auge drücken. Das alles, obwohl es auf dem Integrationsindustriegelände einen getrampelt glatten Pfad gibt. Da aber vernebelt der Kulturalismus den Horizont weit und breit. Nicht der biologisch bornierte Rassismus, dem eigentlich eine intensive Intention innewohnt. Die arische Rasse kommt dann nur als ein wildes Gerücht angetanzt. Nachhall findet sie nachgerade im Umkreis der Narren. Dagegen pflegt der Narziß einen Sozialchauvinismus, im Rivalenring mittlerer Besitzstände. Es dreht sich hierselbst entweder um den steilen Aufstieg aufs Eliten-Parkett oder um den Absturz in den systemischen Schmutzpark der Prekarianer und sonstigen Sonderlinge. Systematisch selektiert, sicherlich separiert und nach dem Bedarf sortiert.

Islamophobie und Allemanen-Allgemein-Allüren

Von pseudelinks bis de facto rechts halten sich die autochthonen Allemanen für elitäre Geistes-Athleten, die hinter sich gerne die fremden Erdlinge haben wollen. Sie verkünden täglich aufs Neue das Ende der Utopien und fügen hinzu, daß der Antiimperialismus von langer Hand unumkehrbar überholt sei. Sie hantieren nur noch mit den Messagen der Kurier über Katastrophen-Furie, wiederholen den Widerruf auf dem Kurs, wie die Sage sagt, daß der Einschlag eines Riesen-Meteoriten die Dinosaurier ausgerottet hätte. Mancher Aufschrei der üblichen dementen Halbseidenen aus der mental medialen Status-Stuben lenkt ihre Denke. Sie fundieren jegliche faule Frondeuren-Formation gegenüber der Vorderfront des Anti-Fron-Forums empörter Elenden.

Die intellektuell initiierte interkulturelle Prostitution der virtuellen Weißwäscher fußt auf dem Lehrgebäude des kruden Kulturalismus, um die Armen-Armeen in den Rand des sozialen Areals zu verdrängen. Hingegen melden sich immer mehr Federhelden und Tastaturtreter zu Wort. Die autonomen Autoren des kosmopolitanen Kollektivs artikulieren die majoritären Momente im Gesellschaftsgebäude und attackieren die Argumentationsarsenal der argwilligen islamophoben Isolationsinstrumente intriganter Integratoren bzw. selektiver Assimilatoren sowie kulturalistischen Kolonisatoren. Die strukturell installierten Systeme des germanophil homogenen Volksstaates halten noch. Wankelmütig, aber gewaltsüchtig. Die waschechte Frage lautet nun, ob sie gerade ins Wackeln geraten, sondern wann.

Zwischen archaischem Argwohn und arischer Arabeske arrangieren die Urheber des Paragraphen-Pathos und des parlamentarischen Partei-Parolen-Ethos mit einem Ellbogen-Elaborat für die Integratoren. Sie bwerkstelligen aus der Melangen-Menge der Fremdlingen den Werkstoff für die Reproduktion des Humankapitals, leugnen das Bewußtsein als bewußtes Sein, können jedoch auf den Wahlspruch nicht reagieren, wo der Wall des Eigenen endet, wo er gegen den Anderen beginnt, vor allem gegen den Orient. So schleudern sie gegen alle, die sich gegen das demokratische Imperium stellen, den Bannstrahl der Menschenrechte, auch des argen Evangelikanen-Events, der emsigen Emanzipation gemäß der Emphase des Empires.

Es scheint in den Weiten der humanen Mehrheiten still zu sein. Tierisch Trügerisch? Denn man kann das Brummen der Herden und Horden von überall her hören – auch wenn noch nicht als Sprache. Wenn es so weit ist, dann trägt sie den sozialen Zündstoff. Daher schrillen alle Alarmsirenen des abendländischen Ambitionen-Areals. Zugleich kommt das Räderwerk der inter-imperialistischen Rivalitäten und Polaritäten zutage. Gerade noch gelingt es ihnen, insgeheim wage Koalitionen zu kreieren und unüberhörbar zu lärmen. Hundsgemein, wenn die Verelendeten im Kontra-Chor den Sonnensong anstimmen. Eine Reihe Länder lassen sich von der Angst davor allerdings nicht zu paralysieren.

Den Islam als Duplikat des Christentums akzeptiert die majoritäre Zivilgesellschaft nicht, sondern viel mehr als einen elenden Bastard seiner selbst. Nicht als integrationswillige, sondern parasitäres Prekäriat im Korpus des Volksstaates. Ob diese muslimische Multitude, die sich den Direktiven der selektiven Assimilation direkt sperrt, in die Deportationslager eingewiesen wird und wann, bleibt natürlich ein Geheimnis der Repräsentanten und Honoratioren der ethnisch homogenen Germanen-Gemeinde.

Islamophobie kommt nicht vom Rand, sondern von den Mainstream-Systemen. Die mondänen Marionetten im NGO-Gewand hausieren von Tür zu Tür mit dem Humanismus im Gepäck, hantieren mit Händel zwischen den Hurien und Humanen, handeln dann mit Krieg und Krise auch zuhause, binnen der Feste Okzidentale. Allemane Allüren alarmieren subalternierte Papagei-Patrioten. Wer unter ihrem Kommando keine Katzbuckeln-Kariere kleidet und kopiert, kapiert, daß er mit der Deportation zu rechnen hat. Wenn nicht gleich heute, dann morgen sicher. Germanophiles Gemeinschaftsgenre läßt es geschehen, was den Eliminierten als Kismet auf der Stirn geschrieben steht. Als Galeerenhäftlinge angekommen, werden sie in der Luft schweben.

Summa summarum wird die marginalisierte muslimische Mulatten-Multitude von der Integrationsmaschinerie der Majorität stereotypisiert, jenen subtil obskuren Gremien, die sich als ganz- oder halbamtlich auftun. Auch im protegierten privaten Projektglanz lassen sie die eingewanderten Erdlinge als Extras des randständigen Episoden-Events agieren, weit Wenigwertiges fungieren mit den Fossilen der volkstümlichen Folklore, dem exotischen Kost und erotischen Bauchtanz figurieren. Das Turmtheater des Tartüffe-Trainings wird so lange wiederholt, bis dessen frivol fabrizierten Figuranten sich der Hochsprache mächtig erweisen und das Zeugnis erhalten, das enthält, daß sie die Fähigkeit haben, dem demographisch dokumentierten Bedarf nach als integriert zu gelten. Als artig akklimatisiert. Amtlich zuvörderst als Bürger akklamiert. Als Besitzstandsbarden öffentlich mit Bravour aktualisiert. Als demagogisch demokratische Untertanen durch die selektive Assimilation also, zwischenzeitlich als geziert Gezüchtete der Zwangsassimilation. Der ethnisch homogene Volksstaat kann nicht verschmerzen, daß sich seine Einwohner in Vielfalt und Eintracht entfalten und an anderen Gebräuchen jenseits der germanophilen Weltwilder festhalten. Der Gewaltapparat der Überlegenen wendet die Gesetze der Selektion an.

Die Laien-Lobby gegen den Laizismus

Jahrzehnte alte Frage bleibt beleibt: Worin besteht die Intention für den Gebrauch der Integration? Worauf zielt die Stabsstuben-Strategie? Unter welchen Prämissen müssen sich die eingewanderten Eigenarten messen lassen, damit sie zu aktiven Akteuren im Alltagsgeschehen erklimmen? Auf welchen Strukturen? Welche Instrumentalien benötigt noch die Werkstatt der integrationalen Varieté? Und welche Form von Ambitionen? Germanisches Genre pur ohne generelles Gemenge? ”Wertegemeinschaft” des Volksstaates? Oder die Republik der Staatsbürgernation?

Längst läßt sich nicht leicht vernebeln, daß die Integration und Identität als kunstvolle Kraftworte verwendet werden, das hegemonale Gewalt-Gewitter über die als Andere oder Wilde Aussortierten nah und fern zu intensivieren, dessen Viren-Fundus maßgeblich aber im Fortuna-Fort zu konsolidieren und den Kompaß des Kollektiven, des Kosmopolitismus definitiv zu entsorgen, das demographische Ersatzarsenal kompakt mit Fron-Fakiren von außerhalb zu versorgen.

Der Terminus ”Migrationshintergrund” fungiert als Trick, alte Eselsbrücke, den Grabhügel zwischen Alteingesessenen und Spätankömmlingen anzuspitzen – als variables Werkzeug der statistischen Asymmetrien und systematischer Szenarien, Status-quo-Symbolen und struktureller Synthesen. Theatral thematisiert wird eine anonyme Melange als minorisierte Menge, um die kulturalistischen Klassifikationkriterien zu zementieren sowie den irritierten Berufsstand der Integratoren mit intim imaginären Impulsen zu einer festen Institution von Bestand zu manifestieren. Die in natura prinzipiell integrierte Intelligensia fabuliert neofeudale Fakten als Fahrspuren für den Morgen, fallweise als Fairness.

Die ganze Tragikomödie trägt die Fragmente der Intrige, die indigenen Individuen über jegliche Schichten hinaus als überlegenes Genre zu generalisieren. Eine Wandel der Regel gemäß der gegenwärtigen Genese schließen die Gewalthaber aus, was vor allem die Position der Glaubensgemeinschaften angeht. Die Aktualität der Säkularität. Trotz einer Parodie des Staatsoberhaupts, daß der Islam mittlerweile zur BRD gehöre, wird er generell als systematisierter Stachel im Korpus der germanophilen ”Wertegemeinschaft” weiter ins Auge stechen. Weder wird es einen heimischen Islam à la Allemnia geben, noch ein Christentum Made in Germany. Was bleibt, ist die Frage nach der laizistischen Leitlinie wider die Laien-Lyrik und Litanei der abrahamitisch monetheistischen Mottenkiste. Doch die manierierten Leitkultur-Mandatare der Majorität riskieren keinen Blick darauf und halten fest an der frommen Formel der biblischen Blütenlese.

Lazismus setzt die Trennlinie zwischen dem autonomen Individuum und der religiösen Kollektivität voraus. Darauf fundiert die Scheidewand zwischen weltlich Staatlichem und göttlich Jenseitigem. In welchem Stein eigentlich gemeiselt, daß das bundesdeutsche Säkularitätssystem die Kirchen protegiert, sie in gesellschaftliche Diskurse einmischen läßt, dies mit der Bekenntnisfreiheit begründet und schließlich das weltlich Rechtliche vom Rechtgläubigen trennt? Es läßt sich nicht akzidentiell zensieren, daß die Zivilisierten-Zentren des globalen Imperiums über den frommen Staatssystemen ihren Schutzschirm halten. Die kriegskreischenden Kolonisatoren attackieren zuvorderst die Länder mit laizistischen Tendenzen und Traditionen, ebnen den klerikalen Lakaien den Weg zum Gewaltapparat. In Allemania kommen die Oligarchien-Organe allgemein mit Muselmanen-Musentempel leichter zurecht als mit den Verbänden unter dem Leitfaden des Laizismus. Die laut beklagte Islamophobie gehört zwar zum Mainstream, aber fundamental als systematische Folge der Manipulation durch die Leitmedien. Denn im Hintergrund des Scheinbaren dreht es sich bei all alltäglichen Allüren und Attitüden allein um die all-gemeine Systemstrategie, die sozialen Gegensätze zu ethnisieren bzw. zu kulturalisieren. Der Impresario der herben Integrationsindustrie als subalternes Ethno-Sektor der Groß-D-Land-AG minimiert das Real-Gewicht des autonomen Individuums, verstänkert die Natur der Nachbarschaften in globo, verstärkt den kulturalistisch kursierten Neid, neigt dann zum Mitleid mit den Unterlegenen hin, postiert und posiert extravagant zwischen Inklusion und Exklusion. Es dreht sich hierbei nicht darum, das Defekte zu verbessern, sondern es mit Trübem zu verwässern.

Die karnevalaske , Karriere-kompetenten Anstalten wie ”Deutscher Islamkonferenz” und ”Integrationsgipfel” haben die Kommando-Stil des Intriganten-Spiels zu regulieren und dem Werdegang vom homogen Nationalen zum heterogen Kosmopolitanen Barrikaden aufzubauen. Die administrativ bestellten Akteure suchen die Hintertür zum Dialog, um den Tribalismus der Stammtisch-Sokratesse mit Argumentations-Allüren entgegenzutreten. Flotte Sprüche haben sie reichlich im Portfolio. Erstarrt unter der Goldelse und Barolina-Blick auf den Hegemonal-Ambitionen. Beim faktenarm fabrizierten Alarmismus hinterwäldlerischer Angsphantasien gegen Hurra-Husaren ethnophober Brüllen-Brüderschaften. Ihr Augenmerk richtet sich nicht auf die Aura der libertären Lyrik, sondern auf die Litanei des Autoritären als Quelle der Butterbrotgeber. Die humanen Horen drohen unten dem gewaltigen Gewicht des trüben Terminus Integration flöten zu gehen

Als delegitimiert reagieren die Fetzen-Philosophen und Netz-Foristen des Novum Humanum auf die Kritik an den brillanten Borderline-Barden und Bankier-Banden unter dem Schmutzschutzschirm der Zivilisations-Cäsaren. ”Humanitäre Intervention” ersetzt den kolonial besetzten Trivial-Terminus und inflationäre Sprachbilder, um die unterlegenen Legionen der humanen Herden als inferior, minderwertig einzuordnen. Mit der postmodernen Missionaren-Manier und dem Huren-Hirten-Humor postiert sich das Protektorat der Emanzipation, stellt sich vor als Elevin-Element der Eliminator-Imperatoren. Evangelikale Eulenflucht-Lakaien bequemen sich mit der Latrinen-Literatur und dem Jägerlatein der Bekehrten für die Akolaypse in Babylon wie gestern, gegenwärtig im Kosmos der Kröten-Kompagnons allemal, wenn die Kosmopolitanen nun den Gehorsam verweigern, komplett unter ”star and stripe” zu kommen und ihr Leben zu fristen.

Integration wird nicht sozial definiert, sondern sensationell kulturalistisch. Wie Orpheus, der weltläufigste Sänger in der antiken Mythologie, orchestrieren die Projekt-Professionellen und Assimilations-Asse der autochthonen Überklasse mit Triumphgeheul nach dem Feldzug gegen einen urbanitätsfremden Ungeheuer und tribale Banden-Barden. Stromlinienförmige systemkonforme Schreiberlinge und peinlich poppige Papiere der platonischen Plagiatoren gehen ihnen an die Hand.

Integration, eine Farce, als faschistoides Phantasie-Produkt, dessen Faktura die halbwertigen Allochthonen zu vergleichen haben. Markante Merkmale der autochthonen Autorität, der zufolge der Parteien-Palaver partizipierten Obrigkeit scheinen so mental mystifiziert zu sein, daß manche Mahner gleich ins Grübeln geraten, wenn die Vokabel überhaupt zum Vorschein kommt – als Maßregel des Menschenmanagements und als Latrinen-Lamento im Lager.

Humanismus und NGO-Nomenklatur als normative Makulatur

Der Mitleidsmarkt floriert. Humanitäre Hilfswerke fiebern nach, die mannigfachen Konflikte nicht endigen, sondern allerenden in die Länge strecken zu sehen und so Lichtblick auf Spendentöpfe auch künftig zu pflegen.

Notebene: Die Not ist das Butterbrot der NGO-Nomenklatur. Sie wurzelt in allerlei Katastrophen – von Natur-Unheil über Ethno-Dramen bis zu Migrationstragödie. Nicht einmal in Mini-Marginalien finden sich Erfolgsnotizen ihres Handwerks. Die Not bleibt ihr Gott. Frivol und flott. Sternen-Schrott zwischen Abend- und Morgenrot. Das Gebot und Plot. Trott und Verbot

Das Groß-D-Land hält sich zwar aus der Meuchelei heraus, versucht jedoch, den Gauner-Gesang andersartig anzustimmen. So überbrachte das Prinzipal des Auswärtigen Amtes an der Spree, Guido Westerwelle, Mitte Juni 2011 der Bengasi-Pack 7,5 Millionen Euro. Sein Partei- und Kabinettsfreund Dirk Niebel versprach dem Meute-Rat eine weitere Summe von 7,5 Millionen. Der kurzfristige Besuch der beiden wurden von NGOs begleitet, und zwar mit mancherlei medizinischen Gütern im Gepäck. Diese milde Gabe soll für den Schutz der schwarzen Menschenlandschaften zu Gute kommen. Etwas wäre geschehen, wenn die Libertinage-Legionen mit ihrer Lynchjustiz und Jagdparties und die Dunkelhäutigen in ihrem Gewaltgefilde aufhören. Folglich betrat der Berolina-Bote die Linien jenes Prokrustesbett-geilen Potentaten Nicolas Sarkozy, der mit romanesken Kommentaren die Terror-Romantik und Turbo-Tortur in die Wege leitete, zuvor Tausende von Romas in Elendsgegenden der Balkanien deportierte, um das ultra-nationalistische Votum der Grande Nation ultimativ für seine Wiederwahl zu garantieren.

Die Menschenrechtsmetapher wird unter dem buschigen Bombenhagel tief in Beton gegossen. Auf den humanitären Trumpf sind die Triumphatoren angewiesen. Und Siege haben die Riesen-Regenten des kranken Krakenkapitalismus nötig, damit sie unter dem imaginären Regenbogen hinter dem Wüstenstaub auch den fiktiven Systemsong weiter singen können. Selbstgerecht. Symbolisch-sympathisch. Szenarisch-arisch. Artikularisch-artistisch.

Die Regentschaft der Neuberliner Republik unter den Glaskuppeln des Reichstages mit Merkeln und Westerwellen kann weiter vor sich werkeln, konzipiert konstruktive Kontakte mit konventionellen Dynastien neofeudaler Konformität sowie mit Prinzipalen und Usurpatoren urbaner Unitäten in den von Tumult und Trubel überzogenen Weltgegenden, pflegt pfiffig philanthropische Propaganda-Paraden, um ihr hegemoniales Hoch im Alten Kontinent harthörig zu harmonisieren. Der grau-grüne JoJo-Fischer und sein Weggefährte DC-Bandit bezogen Position für die Provision des Invasionsinfernos, um für einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu punkten. Währenddessen werben die Weißwäscher der Vierten Gewalt für das Sterben in Maghreb und Vorder-Orient. Die Berolina-Bereitschaften mit ihren Expansionsambitionen exerzieren mit den Wegelagerern in Maghreb als Wetterfahnen-Verbündeten exemplarisch, dessen genudelten Häuptlinge im gewogenen Gewaltapparat ihre Untertanen am Hungertuch nagen lassen und als Galeerensklaven erfassen. Davor zittert nicht nur die Zukunft der Zivilisation...

Seit dem Anbruch der Hochsaison 2011 hüllen sich die Mainstream-Medien, aber auch die Quoten-Kumpel der Qualitätspresse schier in Schweigen, da das barbarische Bombardement Libyens schwer zu rechtfertigen scheint und zugleich der schwarze Afrika ihren Verdruß gegenüber dem Interpretationsimpuls der UN-Resolution 1973 laut und laut artikuliert, den Gewaltstreich sowie den Giganten-Gipfel samt seinem Glanzpunkt in Grund und Boden verdammt.

Mit dem medial hochverehrten humanitären Humbug und dem mentalen Memorandum der Menschenrechte als spröder Strohhalm, an dem sich die NGO-Nomenklatur klammert und mehrfach memoriert, schmieren die abendländischen Mäuse-Aristokraten jene Autokraten sowie Autoritäten, die sich ihnen treu dienen und ihren Surplus extra vermehren.

Zum schauspielerischen Schutze der von Regime-Schergen scheinbar gepeinigten Einwohnern des Wüstenstaates legten die archaisch arischen Eliten, Promotoren und Protagonisten über Tripolis einen braun-blutigen Bombenteppich und setzten den roten Hahn aufs Dach, um eine – wie von ihnen virtuell visitierte – humanitäre Katastrophe lahmzulegen. Allen Ernstes? Tatsächlich zielen sie auf ein Treuhand-Regime und darauf, dort ein Protektorat zuwege zu bringen. Mit Troll und Trommel. Mit Tamtam und Trubel.

Die Laien der Latrinen-Lyrik lesen den Kritikern der Kriegskunst-Kriminellen Leviten. Die Kreuzzugs-Kamarilla vespielt dennoch jeglichen Kredit. Argumente der Aggressoren kommen, wie lange man auch immer sucht, nicht ans Licht – nicht einmal in Fragmenten. Vielmehr nimmt die Barbaren-Partie der Hochstapler mit Bravour Überhand. Milliarden von Zweibeinern bergt die Melancholie, auch das Melodrama der Zombie-Cäsaren.

In irgendeinem Ende der Erde memoriert ein Jüngling die Memoiren eines Résistance-Republikaners, eines zeitnahen Revolutionärs, verwirft den imperialen Impuls des verbalen Menschenrechts-Memorandums und den zyklischen Zensur-Zirkus der mentalen Moralapostel wie eine Zombie-Zero in den Morast – als ein jeweils jämmerliches Armutszeugnis des zeitgemäß zivilisatorischen Zwiegesangs. Er erkennt dabei die Leitlinie, die Chamäleons von seiner Seite der Barrikade zu entlarven und den Antagonismus zu lokalisieren zwischen den enteigneten Pleitiers, Parias, Proleten von Milliarden und den Privatier-Parasiten mit ihrer High-Tech-Tyrannei – getürmt auf dem Balken der Noratlantischen Militärpakt-Maschinerie. Aber auch auf der Varietät des Vasallen-Venus sowie der NGO-Nomenklaturen, die vor den domäne-demokratischen Despoten robben, und jene bitter enteignete Erdlinge, die sie als grobe Barbaren betreuen, lauthals in den Ohren liegen, unter der robusten Kommandogewalt der entarteten Zyklopen-Zivilisation zu roboten. Die Freiheit und Liberalität erwiesen sich längst als eine Libertinage der kranken Liebediener der Rentier- und Besitzkaste.

Humanismus als Horizontale oder Humbug – Frontex-Flotten-Front und Flucht-Fluten

Es geschah Ende März und Anfang April 2011. Ein Seelenverkäufer mit afrikanischen Migranten trieb sich 16 Tage lang im Mittelmeer. Von 72 Passagieren überlebten nur neun. Knut Mellenthin erzählt in ”junge Welt” vom 10. Mai 2011. Über das bisher ignorierte Drama berichtete erstmals das Londoner Blatt ”The Guardian” vom 8. Mai 2011. Demnach stach das Boot am 25. März in Tripolis in See – unterwegs zur rund 300 Kilometer entfernten Insel Lampedusa. An Bord befanden sich 47 Äthiopier, sieben Nigerianer, sieben Eritreer, sechs Ghanaer und fünf Sudanesen, unter ihnen zwanzig Frauen und zwei kleine Kinder.

Nach 18 Stunden Fahrt geriet der Kasten in Seenot und verlor Treibstoff. Mit einem Satellitentelefon informierten Passagiere den in Rom lebenden eritreischen Priester Moses Zerai. Er alarmierte die italienische Küstenwache, die die Lage des Bootes feststellte und dem Pater versicherte, daß alle zuständigen Stellen unterrichtet worden seien.

Tatsächlich tauchte wenig später ein mit dem Wort ”Army” beschrifteter Helikopter über dem Kahn auf. Der Pilot ließ Wasserflaschen und Pakete mit Keksen herab, gab dem Kapitän durch Zeichen zu verstehen, er solle auf Kurs bleiben und die Ankunft eines Schiffs abwarten. Dieses erschien jedoch nicht.

Am 27. März war der Treibstoff verbraucht, es waren kaum noch Wasser und Lebensmittel vorhanden, und das Boot trieb nur noch mit den Strömen. Nach zwei Tagen befand es sich in Sichtweite eines Flugzeugträgers. Nach Angaben von Überlebenden stiegen zwei Düsenjäger auf und überflogen das Boot in niedriger Höhe, während die Insassen ihnen verzweifelt zuwinkten. Auch jetzt kam keine Hilfe.

Nach Guardian-Recherchen handelte es sich vermutlich um den französischen Flugzeugträger Charles de Gaulles, der zu diesem Zeitpunkt dort operierte. Französische Marinestellen bestritten zunächst, daß sich der Träger zur fraglichen Zeit in diesem Gebiet befunden habe. Als die Reporter das Gegenteil bewiesen, verweigerten die Franzosen jeden weiteren Kommentar. Ein NATO-Sprecher erklärte, daß bei der Allianz keine Notrufe des Bootes eingegangen seien und daß es keine Berichte über diesen Zwischenfall gebe.

Während der folgenden zehn Tage starben die meisten Insassen des Schiffs an Durst und Hunger. Als das Boot am 10. April wieder an die libysche Küste getrieben wurde, lebten nur noch elf Menschen, danach noch zwei weiteren.

Das internationale Recht verpflichtet alle, Schiffbrüchigen zu Hilfe zu kommen. Darüber hinaus rechtfertigt der nordatlantische Militärpakt seinen Krieg gegen Libyen explizit mit dem Schutz von Menschenleben. Beklagenswert ist zudem, daß sich die humäniteren Hilfswerke wie ”Borderline Europe” mit dem Tripolis-”Despoten” befassen und von der oben kurz geschilderten Tragödie keine Notiz nehmen.

Das zum Heulen routinierte Husarenstück des Hurra-Humanismus spielt am Limes der Bankmagnaten-Bastei. Das Faktum, daß seit Jahresbeginn 2011 im Mittelmeer mehr als 1.200 Bootsmigranten ertranken, finden nicht einmal in Marginalien der botmäßigen Bastion der aufklärerischen Postenjäger, der Protagonisten der kulturalistischen Korrektur des Sozialen, der ”Fünfte Kolonne” des supreimperialistischen Expansionsregimes, der Pax-Europenum-Papageien, der Borderline-Bosse und Propaganda-Protegés der ”humanittären Interventionen” unter dem lächerlichen Label NGOs keinen Platz. Die Seelenverkäufer der morgen-dämmerigen Mohren kentern vor Sirenen und Umkehr-Signalen der Frontex-Formation, die auf hoher See manövriert. Der Gottesacker unter dem Salzwasser weitet sich unausgesetzt aus, und das breite Publikum des nordischen Prosperitäts-Parketts denkt – wenn Sommersaison – nur noch an seinen störfriedensfreien Strandferien an den Küsten des mediterranen Teichs.

Wenn das Initiativ-Unikum der Europäische Union Hand in Hand mit den NATO-Neros von echtem Schrot und Korn sich dafür interessiert hätte, den Bewohnern der Region zur Seite zu stehen, so hätte sie ihre Grenzschutzagentur Frontex zur Abwehr der Verzweifelten nicht ich Aktion gesetzt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Bereits am 20. Februar startete sie den Agentur-Einsatz ”Hermes 2011”, dessen Stabsspezialisten kundtaten, daß ein wesentlicher Teil der Operation darin liegt, auch die Bootsmigranten zur Rückkehr in ihre Herkunftsländer zu verhelfen, das heißt, sie dorthin zu deportieren, wo dem Elend entfliehen wollten.

Gewiß. Auf der südlichen Mittelmeerseite regieren in der Regel autokratische oder repressive Regime, deren Untertanen unter materieller Not und dunklem Nachher leiden. Aber was das ”humanitäre” Sinnesart der nordischen Normmonopolisten von hohem Rang angeht, läßt sich mehr und mehr als eine schwer vergleichbare Maskerade registrieren – wie man dem folgendem Geschehen entnehmen kann:

In der Nacht zum 6. April kenterte ein Schiff mit ca. 300 Migranten am Bord etwa 70 Kilometer vor Lampedusa, das von Libyen aus in See gestochen war. Vor dem Sirenengeheul der Grenzschutz-Patrouillen. Bis zu 250 Passagiere ertranken. Ein Alltag zwischen Wellengang und Welt-Weiten. Allgemein bekannt. Breit-brüchig zwischen Zorn und Zote. Anstatt die jene Mühseligen aus den krisenerschütterten und durch die kolonialen Operationen ökonomisch verelendeten Gegenden einreisen zu lassen, arbeiten die Autokraten der EU-Staaten-Strukturen mit Hochdruck daran, die Schlupflöcher in ihren Grenzscheiden abzudichten. Da geht es nicht nur darum, die amtliche Abwehrartikulation zu beanstanden, sondern auch dem humanitäre Niveau des hiesigen breiten Publikums auf den Busch zu klopfen. Diese bondenständigen begüterten Erdlinge scheren sich nicht im geringsten darum, was die Frontex-Armada am Südrand der Feste Okzidenrale mit hochmodernen High-Tech-Geräten anstiftet: Drohwort und Schreckenschuß, damit die migrantischen Cayucos und Boots umkehren, wobei viele in Panik geraten und kentern. Zuvörderst richten die westlichen Menschenrechtsersten ihr Augenmerk auf ihren nächsten Sommerferien in den Stränden des Mittelmeers und der Kanaren ohne angeschwemmte Leichen der Schiffbrüchigen.

Die ”Operation Hermes”, kommandiert von der Frontex-Armada im Mittelmeer seit dem Winter der Furor-Foren verläuft, gilt als hermetisch herrisches Unterfangen der Eliminations-Eliten eurpoider Stressoren und Senioren. Hier kreuzt der Krieger als ein humanes Zahnrad im Gefüge, ein Roboter, der darauf gedrillt wurde, Befehle auszuführen, nämlich die Migrantenboote zur Rückkehr zu drängen. In Kauf nehmen die Oberen der Operation auch die Option, daß viele Cayucos und Kähne in Bedrängnis geraten und kentern, ihre Passagiere den Tod in den Wellen finden – allerlei Berichten zufolge in einer Zahl von 1200 vom Beginn der Unruhen in Maghreb bis Mai 2011. Gemäß der internationalen Rechtslage sind die Seefrachter verpflichtet, die sich in der Nähe des Unglücks befinden, den Schiffbrüchigen zur Hilfe zu eilen. Dieser Pflichteifer gilt dem Anschein nach nicht für den Leitstab der Frontex-Flotte sowie die Patrouillenboote von Italien und Malta, deren Auftrag schließlich Drohen und Drängen zur Umkehr nach Süden lautet. Je öfter sich solche Dramen abspielen, desto besser für die Europiden-Flurhüter. Denn die Staatsstabsstellen der Prosperitätsbastion rechnen damit, die potentiellen Migrantenmengen in der Subsahara abzuschrecken, wenn sich die Nachricht über das Los des Verunglückten in den dortigen Nachbarschaften verbreitet.

Temporäre Temperament-Temperatur

Um die Abwehr Migratenfluten zu intensivieren, versucht Reichstagsrepublik an der Spree, Kontakte zu den Opponenten in Benghasi auszubauen. Bereits Mitte Juni 2011 bereisten der Boß des Auswärtigen Amtes (Guido Westerwelle) und der Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit (Dirk Niebel) das Hauptquartier des ”Übergangsrates”, eines unflätig obskuren Gremiums. Wie aus einer Analyse des www.german-foreign-policy.com vom 22. Juni 2011 hervorgeht, trägt man sich vermeintlich mit der Absicht, am "Aufbau neuer staatlicher Strukturen" mitzuwirken und habe derweilen vor allem die ökonomische Option im Blick.

Schon mehrere Wochen hielt sich ein Team der amtlichen ”Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit” (GIZ) in Benghasi auf, um dort die Möglichkeiten zum Eindämmen der anschwellenden Fluchtflüsse zu eruieren. Im Zentrum stehen animierte Anstalten wie die "Betreuung bzw. Versorgung von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen" sowie scheinbar die "psychologische Betreuung von Kriegsopfern", um sämtlichen Versuchen zuvorzukommen, in der EU Zuflucht zu suchen. Dieses Vorgehen ist mittlerweile gut erprobt. Auch im Falle der Kriege um das Kosovo, in Afghanistan und im Irak strebten Stabsstrategen in Berlin und Brüssel danach, die Fluchtfluten fern der EU-Feste in Auffanglagern zu halten - in Mazedonien, Syrien, Iran und Pakistan. Die Elenden auf der Flucht vor der Elimination, die der Atlantische Militärpakt der NewWorldOrder extra verursacht, dürfen ihre Territorien nicht erreichen.

Dabei ergänzen sich die Aktivitäten der GIZ und der rassistisch gefärbten Regentschaften in Rom. Italien hat Mitte Juni 2011 ein Abkommen mit den frivolen Frondeuren im favorisierten "Übergangsrat" geschlossen, in dem sich dieser verpflichtet, sämtliche Übereinkünfte zwischen Rom und Tripolis, soweit sie unerwünschte Einreise der Migranten-Menge in die EU betreffen, umstandslos zu übernehmen. Damit ist es prinzipiell möglich, jene Fremdlinge, denen es gelang, die Route in die EU-Breiten zurücklegen zu können, direkt in das Kriegsgebiet zu deportieren.

Der massive Massenflucht vor dem Bombenregen der Nordatlantik-Alliierten in Libyen hielt besonders elend ab. Jeder Schwarze und Brünette weiß dabei, was weiß heißt, was ihm bei einem Kentern seiner Nußschale die Furcht vor der Frontexflotte blüht: Ertrinken im Salzwasser des Meeres. Die humanitär heitere Atmosphäre der Menschenrechtsersten, heikel partizipierten Patronagen, demokratischen Despoten, doktrinär gedopten Denker, dekadenten Dokumentatoren, furiosen Foren, marktschreierischen Mentoren, Elemanter-Eliten, Status-quo-Satelliten, Eliminationseleven, Meister-Missionaren, NGO-Nomenklaturen lähmt den Atem mancher Humoniden, die oftmals in die Falle der Melancholie geraten. Was verstehen bloß die spartanischen Vollsatten, fragt sich der Herold der Spartakisten, wie es wohl denjenigen geht, die am Hungertuch nagen? Notorisch bleibt der Notstand der erst kolonial im nachhinein neoliberal Enteigneten das Thema der nobel normierten NGO-Nomaden beim Gewissensgewitter, gehaltvoll puren Gemüt und generellen Genuß – begleitetet von instrumental monumental imperialen Moral, temporal interkontinental global und auch lokal.

Provokateur-Protektor am Bosporus

Dort, in der Province Anatolia am Fuße des okzidentalen Olymps, gelang dem Taqiya- und Tesettür-Tartüff, über die von Neuem zu strukturierenden Staatsgewalt Oberhand und über das Gesellschaftsgebäude zu gewinnen. Obligatorisch. Doktrinär. Demokratisch. Theokratisch. Sitzt bruchfest im Angelpunkt der angelsächsischen Agenturen-Allianz. Genießt schrankenlos das Vertrauen der kontinental EUropäischen Autokratie. Als Reformator und Privatier-Motor der globalen Dogmen und lokalen Dramen. Spielt sich als Brückenbauer zum islamischen Orient. Die laizistischen Prinzipien der kemalistischen Republik beinahe auf Zero zerdrückt. Über Mainstreammedien das Zensur-Zügel angelegt. Die sozialen Gegensätze systematisch in ethnischen Separationen aufgehen lassen. Die Wucherwelle des grünen, respektive islamischen Rentiers, damit den gesellschaftlichen Krebsgang kräftig vorangetrieben. Dem Kalifat Tor und Tür geöffnet – Hand in Hand mit einem in den USA wohnhaften Finanzmagnaten und Patriarch eines retrospektiv rechtgläubigen Rings, respektive Tarigats. Das Staatsvermögen rege privatisiert und die Erträge in die Portefeuille der islamophilen Groupies kanalisiert. Die Freiheiten radikal in das Keller-Dunkel hingeworfen. Um dem Vernehmen nach den Einfluß der Streitkräfte zu erlahmen und die Verfechter der republikanischen Souveränität und soliden Sozialität aus dem Gleichgewicht zu bringen, sich ein Putsch-Szenario mit dem Tarnnamen ”Ergenakon” ausgedacht. Etliche Intellektuellen, Journalisten, Künstler, pensionierte Generäle, Autoren, Beamten, Ladeninhaber, Parteispitzen (z.B. Dogu Perincek, Vorsitzender der Arbeiterpartei), Oppositionelle u.a. hinter Gittern gesteckt. Im vierten Jahr läuft der ”Prozeß”. Ein Ende nicht in Sicht! Und die Angeklagten wissen immer noch nicht einmal, was die Staatsanwälte ihnen anlasten. Sie setzen ihre Jagdparties nach ”Ergenakon”-Mär-Individuen fort. Die Menschenrechtsmentoren in den Kapitalen des okzidentalen Oden-Opus stellen die Ohren auf Durchgang, stehen sogar als Wetterfahnen und Fanfaren hinter der szenarischen Order-Operation am Bosporus.

Eben dieser Patronagen-Patron in Kleinasien und ”Pendant-Präsident” des ”Great Middle East”-Projekts des Pentagons und State Departments, der seinen Gewaltapparat auch auf dem risikofreien Rückhalt der altkontinentalen Wagenburg-Bourgeoisie als ihr visueller Vasall ausbaut, verfügt vor allem im Groß-D-Land über eine kräftige ”Fünfte Kolonne”, deren Anliegen darin liegt, das Integrationsindustriegelände im vollen Umfang vorzuwalten, die ”Multitude” der türkischen Minorität in eine islamisch-manische, ethno-kulturalistisch idenditäre Dschihad-Kolonie oder prosperierten Kumpanen-Kompanie umzumodeln. Gerade von diesem provokativ aktiv protegierten Port programmierter, Pomp-poppig propagierter Protektion hält sich der Kelek der Necla Kelek fern – während seiner Fahrt im Foren-Fluß.

Der Scharlatanen-Schakal und Taqiya-Taktiker Recep Tayyip Erdogan bezeichnete die Assimilation als ”Verbrechen gegen Menschlichkeit”, stellte die elementaren Ansprüche der allochthonen Einwohner auf den Kopf. Ganz anderes ist aber die Realität. Von Haus aus negiert die autochthone Majorität den Grundsatz der Assimilation, der voraussetzt, alle die in ihrem Territorium ansässigen eingewanderten Einwohner zu naturalisieren, ihnen ohne partielle Prämissen den Bürgerstatus für rechtmäßig zu erklären. Dem widerspricht jedoch das derzeit geltende Staatsbürgerschaftsrecht, das die selektive Akklimatisation unter dem Label Integration systematisiert. Denn die Bundesrepublik Deutschland versteht sich als einen ethnisch homogenen Volksstaat. Als Staatsbürgernation hätte sie das Gewohnheitsrecht, die Spätankömmlinge als Bürger zu assimilieren. Sie hält allerdings an den völkischen Wurzeln des Deutschen Reichs restlos fest, intensiviert den Druck auf die hier gelandeten Erdlinge der Migrationsmaschinerie, sich zu akklimatisieren, wenn sie auf den Status der vollwertigen Bürger Anspruch erheben wollen. Letztendlich strebt sich der gegenwärtige Nationalstaat danach, sein Untertanen-Kollektiv zu homogenisieren - vorausgesetzt, daß er unter einem objektiv kosmopolitanen und übergeordneten Symbol jenseits jeglicher völkischen Formel (re)formiert ist.

Eine neue Konstitution scheint hier vonnöten zu sein. Daran denken die parlamentarischen Parteien-Patrone nicht im geringsten. Vielmehr reaktivieren sie jene Warn-Fanfaren, die einen ewigen dornigen Dämon benötigen, um ihn mit allem, was ein Sicherheitsapparat hergibt, zur Strecke zu bringen. Währenddessen drücken sie jede Lügenlyrik aufs Auge, manipulieren die Fakten. Die repräsentative Demokratie hat hier de facto längst den autokratischen Weg des cäsaristisch-napoleonischen Selbst-Krönens auf Zeit eingeschlagen und paradiert mit der Hofjournaille als Triumpherat.

Zionismus-Zorn und Zeremonial-Zynismus

Im manichäischen Weltbild der judeophilen Journaille marschiert durch die braune Boulevards der Mainstream-Madia, die jegliche mondial minoritäre Demonstrationen nicht für voll ansehen. Diese Fanfara-Fabrikanten forcieren ihre Solidarität mit dem Zionismus von Haus aus bloß, um daß christliche Abendland weißzuwaschen wegen seiner fast zweitausend Jahre lange zum Teil programmatisch ausgeübte Juden-Pogrome.

Das alte geballte Gewaltgefüge der ständestaatlichen (neofeudalen) Strukturen erhebt seine Expansionsambitionen ins Quadrat und findet Mut, jegliche operative Opposition zur Opportunisten-Option in der Optik zu behalten. Eine konfus konföderierte Kampagne traten die Rabenschwarz-Strohgelb-Rostrot-Olivgrün-Pressuregroup-Koalitionäre während der Maienzeit gegen die Partei Die Linke mit dem Vorwurf des Antisemitismus vom Stapel. Trainees und Sekundanten der medialen Maschinerie legten das Trommelfeuer. Judeophile Jupiter-Yuppies spielten den Tastatur-Trumpf, ließen sich vom Tourette-Syndrom begleiten.

Die linkslastigen Kompagnons der judeophilen Initiativ-Industrie und Anti-Antisemitismus-Allianz tönen mit Ja und Amen parat für das landläufige Gewaltapparat Israels gegen die Plästinenser-Parties und frönen mit zivilen wie zornigen Zionismus, attackieren jegliche Kritik daran. Nicht einmal wollen sie registrieren, daß sich eine Vielzahl der säkularen Israelis für einen Palästina-Staat einsetzen und in Aktion treten. Manche von ihnen, nämlich den Israel-Schutzengeln, äffen dem Obelix nach, andere den smarten Asterix, die allerdings ohne einen Schluck Zaubertrank der ”Islamophobie” in Ohnmacht fallen. Ihre Kritik an anderen Linksseiten ist solcherart lausiger Qualität, daß sich die Disqualifizierten davon nicht inspirieren lassen.

Die solide Solidarität mit der in Gazastreifen belagerten Palästima-Population basierte auf keinem fruchtbaren Boden. Die Organisatoren und Vorbotenforen forcieren jeden Anlaß zu orakeln, daß ihr Bravourstück für die dort Leidenden gilt und nicht dem provinzial provisorischen Gewaltgefüge der Autonomie-Administration unter der rechtgläubigen Hamas. Gerade dieser Standpunkt rechtfertigt die zornig zionistische Abwehrattacken. Denn zwischen einem repräsentativen Regime und seinen mündigen Untertanen, die es durch einen Wahlgang etablierte, läßt sich nicht zu differenzieren. Daher das Fiasko. Bevor die Schiffe der Flottille in See stachen, wurden sie von der israelischen Repressionssystemen zum Teil sabotiert. Das Scheitern der moderaten Mordgeschichte war auch ohne Havarien vorprogrammiert – damit auch der humanitäre Hymnus als Leerlauf. Die judeophile Liliputaner-Junta der ”Antideutschen” erwärmt sich auf ihrer Ottomane für die triumphale Piratenpartie ihres Bruderbundes in der Levante, der als der Vorposten der endkapitalistisch globalen Kreuzzüge die Opfer-Orgie im Vorderen Orient autokratisch autorisiert und organisiert.

Zionistische Zeloten germanischen Geschlechts gehen mit Nordatlantikpakt-Banditen konform, beziehen zwar keinen voreiligen Standpunkt auf der Seite der Bengazi-Banden, sie erwärmen sich jedoch für die Mordgeschichte der Sarkozy- Comecon-Obama-Orgie, um den unsicheren Kantonisten in Tripolis zu liquidieren. Sie verpacken ihre gratis Loyalität, billige Lakaien-Lyrik für die Willigen im nordatlantischen Pakt in der judeophilen Folie und spielen sich als ”Fünfte Kolonie” der neokolonialen Kreuzzugsarmada in den linken Breiten auf – als Bravour-Barden mit humanitärem Horror-Hurra sowie systemischen Habichten, Hyänen und Haramiten in der breibunten Burg der blutrünstigen Privatier-Banditen und Boulevard-Blockade der betont bullerigen Botengänger – hinter den blank banalen Bataillonen des Urnengangs mit der barocken Hybris gegen das Gewesene der generellen Genese als Kaskaden-Kasper der Klassenkassierer.

Furcht-Frucht und Eliten-Elend in Zivilisierten-Zentren

Der Brachialkapitalismus läßt sich als ein Superlativ- System der kaputtalistischen Karrieren karikieren, gilt indes nach wie vor als sakrosanktes Status-quo-Spektakel – mit Attitüden und attraktiven Antiquitäten. Attackiert werden die Hartz-Vier-Viren als Oppositions-Okkupation. Die Furcht und frostige Frust, daß das Empörten-Potenzial des globalen Prekariats wie eine Sturzflut hereinbricht, nahm noch nicht überhand. Aber nicht allzu ferner Zukunft.

Nebelhaft bleibt ellenlang, ob der Commons-Chor der Multitude die revolutionäre Reife erreicht. Wenn überhaupt, aber wann und in welcher Weise. Sicher ist, daß die taktisch diktierte Drohkulisse des demokratischen Gewaltgefüges zieht wie ein thematischer Windsturm durch den Blätterwald. Wenn die Kollektiven-Kompanie der Kommunisten den Steg nicht erblicken kann, um im Areal der Armen eintreffen zu können, werden die Nordiden-Arier mit ihrer archaischen Artistik des Gerechtigkeitsgeredes weiter arrivieren – unter Gloria und mit Glockenlärm der Globalien. Im Überall der Alien.

Die dumpfen Dogmatiker und digitalen Drama-Trainer des Demokratie-Duktus sitzen auf dem Dukatenscheißer, dulden weit und breit kein dialektisches Denken, auch unter ihren Duftwolken. Weltweite Werte- und Warenproduktionsketten leiden unter dem Ballast der Überproduktion, währenddessen Milliarden von Erdenbürgern im unerträglich schweren Elend vegetieren. Nicht höher angesehen als der Rang von wilden Tieren bei den zivilisierten Zeloten und loyalen Heloten – zwischen Neandertalern und Humoniden. Sie stehen als Werkzeugkasten der Hochtechnologien hervor und ihrer Besitzstandskasten.

Die Banker- und Broker-Krise stürzt die supranationalen Supermachtambitionen des Staatenbündnis namens EU in die Konkurrenten-Kooperation. Das Groß-D-Land verwandelt sich in die krankhafte Position eines Krakenkartells, streckt seine Arme in den Geschrei jeglicher Opposition, tendiert zum Triumphatoren-Tribunal des Teutonen-Tricks, taktiert wie ein variierter Übervater, traktiert wie ein transparent taxierten Transformator. Der neu-kolonialistische Interventionsimpuls läßt die Rivalitäten zwischen den kapitalistischen Zentren offen zutage treten. Unter braunem Berolina-Blick trommeln Teuto-Titanen für den Triumph dank Merkels Mirakel und Westerwelles globalen Wellenweiler. Dennoch leiden sie, und zwar unter dem Weltschmerz, da vor ihrem Horizont die Nebelbank steht. Und der Wellenberg der Gepeinigten droht, sie in Panik zustürzen.

Die Werbetrommel für einige Haudegen als Handlanger der abendländischen Hyänen ”humanitärer” Maskeraden-Hymne wird den Verlauf der Geschichte nicht aufhalten. Auch der Mandatar-, Manager- und Manipulationsnebel kann den Horizont nicht verhüllen. Was im Frühjahr 2011 in Maghreb, Maschrek und Vorder-Asien vorkam, bleibt nicht auf der Ebene, über welche die Protagonisten der Privatier-Parteiengewalt Herr zu sein glauben. Ihr hegemoniales Gehabe ruft nicht nur herbe Kritik hervor, sondern entfesselt auch die Pleitiers und Lose zu rebellieren.

Für die demokratische Domäne mit ihren rückhaltlosen Rechtsregularien sowie mit ihrem temporär repressiven Thesen-Tamtam und trägen Synthese-Stamm bilden die besitzlosen Schichten die Basis der Bösen und Parasiten, der primär Primitiven und Subproleten, die nicht zum Prozeß der Prodoktionsfaktoren zählen. Vor allem wenn sich hierbei um migrantische Mengenmelange dreht, treten die diktatorischen Diagnosen zutage mit Residenzpflicht, Unterkunft in Lagern hinter Mauern und Stacheldraht, nötiges Lebensunterhalt mit Naturalien, Deportationszentren u.a. Hinter der demokratisch dicht dekorierten Demagogie steckt eine dicke Despotie, die demonstrativ die Demontage des Denkvermögens vorantreibt, den Gegensturm degeneriert und des Geleit in Dutzenden als gemeine Gewaltgemeinde denunziert.

Humanitäre Hurra-Hurien

Blödsinn ist zwar zulässig, hat aber keinen sattelfesten Wert, als Satire stilisiert zu werden. Und sanierte Satire als der Tagesgeschmack vor dem Glotzophon als Kabarett verfügt kein gewachsenes Gewicht auch keinen Wert, solange sie die Potentaten nur porträtiert und keine Aufsicht auf den Morgen ausweist. Soweit der Nebel des Parteien-Primats den Horizont überdeckt und die demokratische Dogma über die Atmosphäre des Humanen kommandiert, kommt das Lachen als einen konfusen Konsum von Kopien vor. Das Original kommt als triviales Tribunal der Tribunen in den trügerischen Tribünen träge zum Vorschein.

Das erbärmliche System des Syndikaten-Kapitalismus, das auf Lug und Trug fundiert, stimmt überlaut die Euro-Arie bei miauendem Geleit der manierierten Mäuse-Musik an, fordert die Population der Pleitiers, Loser und vulgären Wenigkeiten auf, ihren Beitrag dazu zu leisten, damit die kalte Krisenkrake gesättigt wird und ihre kranken Arme nicht zu einem globalen Kasten-Krieg und Korsaren-Kreuzzug der Demo-Kreaturen beim Bullen-Brüllen ausstrecken. Gewiß, die Schlachtfelder liegen noch außerhalb der Zivilisierten-Zitadellen ziemlich fern, können aber auf Windesflügeln auch sie erreichen und den Blauen Planeten ganz in graue Einöde verwandeln.

Staaten, die verweigern, sich der Weltgewalt des Novum Romanum zu fügen, werden systematisch mit Sanktionen belegt, mit Blockaden blindwütig bestraft und unter dem Bombenteppich brandschatzt. Sie sind oft Opfer der nordisch imperialistischen Blocke im vitalen Wettstreit um Hegemonie und Beuteanteile. Zum Beispiel resultiert das Rivalitätsringen zwischen Paris und Berlin als Ursache der brutalen Attacke auf Tripolitanien. Daher hängt die Aufsicht auf Emanzipation des Südens davon ab, das Dunkel der nordischen Bravour-Barden und Barbaren-Banden zu brechen.

Was sich im Gegen-Gestade des mediterranen Teichs seit dem Frühjahr 2011 abspielt, läßt sich als Rekapitulation der zombigen Zivilisationsersten registrieren. Der dort etablierte gansige Übergang(ster)rat steht ganz unter dem Schutz der Supergangster und Cos-Nostra-Normativen, die auf der Jagd nach Ganymed den arabischen Maschrek der Fallachen gegen den Maghreb der Berber und Mauren aufputschten, wo auch gerade Tripolitanien sowie die widerborstige Trikont-Kapitale Tripolis liegen. Die intrigante ”humanitäre Intervention” in Jamahirija Libyen ruft ins Gedächtnis: Der Ethnozid gehört zum Wesensmerkmal des christlichen Abendlandes – von vorgestern über heute bis übermorgen.

Marginale Margen und prekäre Profitraten beschwören die Kreditoren herauf, vom Warenproduktionsportal reaktiv real zur Renditen-Route zu reiten. Dabei verschwenden sie keinen Gedanken daran, ob sie in das Meer des Extra-Mehrs oder in Verlust-Fluß geraten. Ob sie es richtig taten, oder nun wie oft das Pferd komplett von hinten aufzäumen. Denn sie wissen hinter sich den sozial schlanken Staat mit starken Gendarm-Armen und High-Tech-Armeen.

Das Empire experimentiert mit Ellenbogenrecht und extra Elementargewalt der empirisch Überlegenen, trommelt mit emanzipatorischen Emphasen, das Erdenrund allgewaltig zu attackieren, respektive zu missionieren. Die Sirenen können aber so magisch wie magnetisch spektakeln, daß dem Faß fast den Boden umschlägt, worauf die Regime-Riten-Riesen beim Reklame-Regieren nicht reagieren, allgemein die Almende negieren. Sie fühlen sich als Gottes-Groupies berufen, die Unterzivilisierten zu züchtigen, damit diese sich auch züchten lassen – mit dem fortwährenden Spürsinn der Inferiorität, das heißt der Minderwertigkeit gegenüber den brisanten Giganten, brillanten Briganten, der Zitadelle-zeremonialen Zirkuszunft Zinsen-Zinszucht sowie Zufluchtszukunft.

Die Triade der Traditions- und Trivial-Kolonisten trägt sich als ein Triumphatoren-Titan auf tönernen Füßen. Die Drei und alle anderen Demokraten, unterhalten ihre Untertanen nicht nur mit der kriminellen Aktivitäten, sondern auch mit affigen Affairen in ihren privaten Papagallo-Praktiken wie der Pariser Pharisäer Sarkozy, der so die Tribun-Scharlatane der ”Grande Nation” auf der Tribüne der Schlachtarena zusammenscharren kann. Während seine Luft-Piraten sowie Flieger-Garden über den Wohnorten von Tripolitanien Bombenteppiche legen, helfen seine gehässigen Gladiatoren, Fremdenleigionäre den ”Resistenz”-Ratten, die Kapitale der Jamahirija Libyen zu stürmen und den Oberst Muammar al-Ghaddafi samt seinem Stamm aus dem Weg zu räumen. Der bornierte bourgeoise Giftzwerg Sarkozy strengt sich auffällig an, auf dem Präsidial-Thron im Alysee-Palast eine Periode länger zu sitzen – mit hügelhohen Lügen und taltiefen Tartüffe-Trumpfen.

Demokratische Despoten als Philanthropen? So schräg dreht sich das Erdenrund auch wieder nicht. Sie gleichen vielmehr dem humanen Zahnrad im Gefüge, dem Roboter mit organischen Organen – im Schlagschatten der Lehnsherren mit bleiern puren Lichtblick auf die leidvollen Leibeigenen der Gegenwart, im idealen Kommunikationskomet der Korsaren-Korporation und im grauen Besitzkasten-Kasino der Zukunft nach dem Ende der Geschichte. Sie starten den Siegesballon der Finale sicher, wenn es den Sturm nicht gegeben hätte, der ihnen als Sand im Getriebe gilt.

Die Balken biegen sich nicht ohne Gewicht und Gewalt. Dem Empire wird nimmermehr gelingen, wieder Brückenkopf des Kosmos zu sein. Die Flammensäule, die es flackerte, stürzt auf seinen Korpus. Seinem Verfall kann nicht nur der ”Untergang des Abendlandes” innewohnen, sondern auch des Blauen Planeten.

   

Netzbrücke:

• Necati Merts Kolumne

• Mehr lesenswertes   Textmaterial

• Wider den Schwarzen   Winter

• Porträt des   Periodikums